| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
|
Dienstag, 17. August 2010
Moshe Lewin (1921?2010)
01:07h — ‹public service announcements›
Nachruf von Alain Gresh auf der Seite von Le Monde diplomatique: [Moshe Lewin et le « siècle soviétique »] Kleine Anmerkung. Es heißt dort: »Le Monde diplomatique a publié son dernier ouvrage, écrit directement en français, Le Siècle soviétique (avec les éditions Fayard, 2003).« ? In besagtem Buch steht hingegen, es sei eine Übersetzung aus dem Englischen (übersetzt von Denis Paillard und Florence Prudhomme; « Ouvrage traduit avec le concours du Centre national du livre »); allerdings scheint es die dort angegebene englische Originalausgabe (»Russia?s Twentieth Century. The Collapse of the Soviet System«, Columbia University Press 2003) nie gegeben zu haben. Bei Verso ist aber 2005 eine englische Ausgabe unter dem Titel »The Soviet Century« erschienen. ... link (0 comments) ... comment Freitag, 6. August 2010
? und ihr Schlachtruf war ?Deine Mutter!?
15:27h — ‹fiction + facts›
... link (0 comments) ... comment Montag, 26. Juli 2010
Die Arbeit ist getan
21:13h — ‹berichte›
Ich dachte ich hätte jetzt furchtbar viel zu sagen. Stattdessen ein paar Bilder, die ich vor einiger Zeit mit der Kamera meines kleinen Spielzeugs geschossen habe.
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ... link (0 comments) ... comment Samstag, 10. April 2010
Antonio Gramsci — Immer für eine Enttäuschung gut
17:05h — ‹wenn das marxismus ist ...›
Wie bereits berichtet war Gramsci bisher die größte Enttäuschung für mich. Wie oft habe ich beim Lesen aufgeblickt und mein imaginäres Gegenüber vorwurfsvoll gefragt, was denn das bitte anderes sein soll, als ein bürgerlich-radikales (nationales) Reformprogramm, der Diskurs eines verhinderten aufgeklärt-absolutistischen Staatsbeamten, und was denn das alles bitteschön mit Marxismus zu tun haben soll? Zu meiner Erleichterung durfte ich (spät aber doch) feststellen, dass ich damit nicht (ganz) allein bin. Die erste Arbeit über Gramsci im deutschsprachigen Raum war bereits eine sehr kritische, um nicht zu sagen: ein Abriss, und leider allem Anschein nach nahezu ohne Nachwirkung.
——— Ich habe letztens über die „organischen Intellektuellen” der Arbeiterklasse nach Übernahme bzw. Gründung des Staates gemeint »… aber was genau diese Intellektuellen mit „ihrer” Klasse verbunden halten und verhindern soll, dass sie den Staats- und Parteiapparat (den sie ja vollständig kontrollieren) gegen „ihre” Klasse einsetzen, das erklärt er nicht.« Riechers macht (auf Seite 189) in diesem Zusammenhang auf die folgende Stelle aufmerksam (seine Übersetzung):
Ich muss mich also korrigieren: Gramsci sieht ausdrücklich die Möglichkeit (und Notwendigkeit) vor, dass die „organischen Intellektuellen” einen allumfassenden Zwangsapparat errichten und gegen die „eigene” Klasse verwenden. Ich glaube es erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Außer vielleicht, dass die Stelle im Kontext noch schlimmer ist. Der Eintrag trägt den Titel „‚Animalität’ und Industrialismus”. Gramsci diagnostiziert darin eine „Krise der Sitten”, bezeichnet den Widerstand der (industriellen) Arbeiterklasse gegen die neuen Produktionsmethoden als „animalisch” und wendet sich gegen die „aufklärerische und libertäre Mentalität in der Sphäre der geschlechtlichen Verhältnisse”, die den für die Durchsetzung dieser neuen Produktionsmethoden notwendigen Anpassungen des Sexuallebens des (industriellen) Proletariats entgegensteht: „gegen diese Vorstellung zu kämpfen bedeutet dann eben auch, die Eliten für die historische Aufgabe zu schaffen, oder sie zumindest zu entwickeln, denn ihre Funktion erstreckt sich auf alle Sphären der menschlichen Aktivität.” [Q 22, § 10 (V, 35)]
Meine Damen und Herren: der vielgepriesene „schöpferische Marxismus” des Antonio Gramsci. Zum Abschied noch ein fast unübersetzbares Glanzstück:
——— ... link (0 comments) ... comment Freitag, 9. April 2010
Geopolitikfreitag (2010, KW 14)
17:40h — ‹politique mon amour›
Zum Umsturz in Kirgistan hat sich der ORF-Korrespondent Georg Dox in der ZiB kein Blatt vor den Mund genommen. Die Vereinigten Staaten, Russland und China hätten Interessen in diesem Land; es sei die Frage, ob der Präsident noch zu halten sei; und da es nicht danach aussehe, müssten diese Länder sich jetzt wohl einen Nachfolger überlegen. [Transkript] Der ehemalige indische Diplomat M K Bhadrakumar — dessen regelmäßige Artikel für die Asia Times eine der guten Gründe sind, diese Zeitung zu lesen — schreibt dazu:
——— Bleiben wir in der Region. Frankreich und Italien planen, eine gemeinsame Gebirgsjägereinheit aufzustellen. In der Meldung heißt es: »Die franko-italienische Brigade solle ‚ab 2013’ einsatzfähig sein und sich dann an Auslandseinsätzen beteiligen, ‚vor allem in Afghanistan’, teilte das französische Präsidialbüro heute mit.« [Frankreich und Italien: Gemeinsame Gebirgsjäger-Einheit] — es scheint also auf absehbare Zeit kein Ende des „Engagements” in Afghanistan geplant zu sein ——— Die Verlängerung des russischen Breitspurnetzes nach Westen ist unter Dach und Fach. Die Strecke Uschhorod–Košice soll, wie die Railway Gazette berichtet, ab 2013 über Bratislava nach Wien verlängert werden. Die Eröffnung ist für 2016 geplant. [Wien broad gauge agreement signed, Railway Gazette, 8. April 2010] ... link (0 comments) ... comment ... older stories
|
![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 27 Jahre alt und ein kurzsichtiger, leseschwacher, besserwisserischer, aufmerksamkeitsdefizitärer, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter, unkonzentrierter und unangenehmer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Handy, Ziel im Leben, Job, eigene Wohnung, …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs, schlechter Verdauung und dem Wunsch, dem Kapitalismus ein Ende zu bereiten (der Sonnenkönig hängt dort oben wegen seines Gesichtsausdrucks und weil er mein erster und bisher bester Kanzler war). Mein Lebensmotto ist ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich tue was ich hier tue schon 2191 Tage. Das letzte Mal hat es hier am 17.08.2010 um 01:07 irgendetwas neues gegeben. status
You're not logged in ... login
menu
search
calendar
recent updates
Moshe Lewin (1921?2010)
Nachruf von Alain Gresh auf der Seite von Le Monde... by flowo (2010-08-17 01:07) ? und ihr Schlachtruf...
Radical Hong Kong legislator "Long Hair" Leung Kwok-hung,... by flowo (2010-08-06 15:27) Die Arbeit ist getan
Ich dachte ich hätte jetzt furchtbar viel zu sagen.... by flowo (2010-07-26 21:13) Antonio Gramsci —...
Wie bereits berichtet war Gramsci bisher die größte... by flowo (2010-04-10 17:05) Geopolitikfreitag (2010,...
Zum Umsturz in Kirgistan hat sich der ORF-Korrespondent... by flowo (2010-04-09 17:40) nettes
The Pizzicato Five Lyrics Database
Antonio Sant'Elia - Museo Virtuale Ballardian: The World of J.G. Ballard Kowloon Walled City philipkdickfans.com Midnight Eye - The latest and best in Japanese Cinema The Antikythera Mechanism Research Project Siunattu teknologia - The Kaurismäki Web Site pan kisses kafka QuiltOfDemand.org - a Shannon Wright fan site J. G. Ballard - The Short Fiction Concordance die bibliothek strugatzki АРКАДИЙ И БОРИС СТРУГАЦКИЕ - ОФИЦИАЛЬНЫЙ САЙТ Marx Myths & Legends Japan Railway & Transport Review Architectural Phantasies empfohlene schriftarten
etc.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||