| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Samstag, 11. September 2004
Liebe Liebe meines Lebens
02:12h — ‹confessiones›
Heute war ich zum ersten Mal seit ziemlich genau vier Jahren wieder bei N., einer unserer Schulkolleginnen. Sie hat ihre Diplomprüfung geschafft. Das letzte mal, als ich bei ihr war, feierten wir Deinen Geburtstag (unser gemeinsamer Freund C. hat mir auf dem Weg zu N. erzählt, dass er ihn vergessen hat, obwohl Du ihn am Freitag noch erinnert hast). Du hast mich gefragt, ob ich im kommenden Schuljahr (dem letzten) wieder neben Dir sitzen wollte. Ich sagte glatt nein, denn ich hatte meine Gefühle für Dich schon bemerkt und hatte gedacht, da ich Dich in den Ferien nicht gesehen hatte, sie wären wieder weg, doch als ich Dich an diesem Abend wieder sah, waren sie wieder da und ich wurde panisch und wollte jeden Kontakt mit Dir so weit wie möglich vermeiden. Auf dem Weg nach Hause hatte ich meinen ersten und einzigen Radunfall und meine Eltern fuhren mit mir mitten in der Nacht noch nach Mistelbach ins Krankenhaus und trotz allem zog ich mein Programm für den letzten Ferientag durch - dass das ganze etwas mit Dir zu tun hatte, hast du wahrscheinlich geahnt. Fast zwei Jahre später, kurz bevor ich meinen Auslandszivildienst antrat, hatten wir endlich wieder eine Aussprache, nachdem wir uns in dem einen Jahr seit der Matura kaum gesprochen und gesehen hatten. Du hast mir einiges anvertraut und mir gesagt, dass ich zwischen uns viele Türen zugeworfen hätte, genauso wie Du selbst. Ich habe damals nicht ganz erfasst, was Du gemeint hast, aber ich glaube Du meintest unter anderem auch diese Episode. Jedenfalls warst Du heute nicht da, um C. zu gratulieren und ich war froh darüber. Seit meiner Rückkehr vom Zivildienst haben wir uns zwei mal gesehen und recht wenig gesprochen und ich hoffe aufrichtig, dass ich auch weiterhin den Kontakt mit Dir vermeiden kann. Zumal Du ja inzwischen geheiratet hast. Damals bei unserer Aussprache vor zwei Jahren hast Du noch rechtzeitig erwähnt, dass Du jetzt mit ihm zusammen bist, bevor ich etwas dummes getan habe. Dafür habe ich Dir bis jetzt noch nicht gedankt. Dass Du ihn geheiratet hast, erfuhr ich von Deinem Bruder, der darüber - wie ich - nicht allzu erfreut war; er deutete eine Parallele zu euren Eltern an, die ich nicht nachvollziehen kann, aber ansonsten empfinde ich für Deinen Ehemann dasselbe wie Dein Bruder es tut, nur habe ich nicht den Mut, es ihm oder Dir zu sagen.
Ich war froh, dass Du heute nicht da warst und ich bin mit den anderen nachher nicht mitgegangen, weil C. gesagt hatte, wir könnten Dich eventuell noch treffen. Bitte habe Verständnis dafür, dass ich Dich nicht sehen will, nicht weil ich Dich nicht mehr mag, sondern weil es zu schmerzhaft wäre und ich nach kurzer Zeit ohnehin das Weite suchen würde. Du hast mir damals nach der Matura und vor dem Zivildienst einiges anvertraut und ich frage mich, ob und inwiefern Du Deine Meinug geändert hast. Am Besten wir reden am nächsten Maturatreffen darüber. Das wird ohnehin demnächst sein, denn das eigentliche diesjährige war ein Reinfall und soll, laut M., im Herbst wiederholt werden. Bis dahin werde ich noch etwas Zeit haben, mich emotional vorzubereiten. Aus der Tatsache, dass ich froh bin, Dich nicht getroffen zu haben, und dennoch hoffe, mit Dir in nächster Zeit ein paar Dinge bereden zu können, kannst Du sicher ablesen, dass meine Gefühlsverwirrungen in Bezug auf Dich noch immer nicht abgeklungen sind. Zumal Du ja selbst gesagt hast, wir müssten noch reden, wir aber dann aber auf dem Fest, auf dem wir uns das letzte Mal sahen, nicht mehr die Gelegenheit dazu hatten.Was auch immer, Flo ... link (0 comments) ... comment ... older stories
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![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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