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Dienstag, 26. Oktober 2004
Carl Schmitt. That Nazi?
03:48h — ‹politique mon amour›
Bitte bitte (wohlgemerkt, ich bitte, und befehle nicht) den Artikel von Alan Wolfe von vor einem halben Jahr (leider schon wieder vergeseen, woher ich ihn habe) im Chronicle of Higher Education über Carl Schmitt lesen (A Fascist Philosopher Helps Us Understand Contemporary Politics).
Yet as Jan-Werner Müller, a fellow at All Soul's College, Oxford, points out in his recently published A Dangerous Mind, that attraction is undeniable. Müller argues that Schmitt's spirit pervades Empire (2000), the intellectual manifesto of the antiglobalization movement, written by Michael Hardt and Antonio Negri, as well as the writings of the Italian philosopher Giorgio Agamben, recently much in the news because of his decision to turn down a position at New York University as a protest against America's decision to fingerprint overseas visitors (although not those from Italy). [...]Telos, in particular, developed a fascination with neofascist thinkers and movements in Italy Wolfe versucht (halbwegs erfolgreich) Schmitt zu benutzen und ihn dann wegzuschmeißen. Er sagt, Schmitt kann uns etwas über Politik beibringen; aber nicht, dass Politik so funktioniert, wie er sich das gedacht hat, sondern dass die Republikaner nach Schmitts Vorgaben Politik machen (was ich mir auch schon einmal gedacht habe) und dass die Demokraten endlich einmal mit der Faust auf den Tisch hauen sollen:If all that sounds defeatist, at least for liberal causes, Schmitt, inadvertently, offered a reason for hope. Searching for examples of liberalism to dismiss, he happened upon Thomas Paine and the American founders. Here, in his view, were liberals typically afraid of power; indeed, he wrote with some astonishment, they naïvely tried to check and balance it through the separation of powers. In that, Schmitt was correct. John Locke, not Thomas Hobbes, was the reigning social-contract theorist of the American experience. Our tradition owes more to Montesquieu than to Machiavelli, and even when we relied on the latter, we were influenced more by his thoughts on the Florentine republic than by his apologia for The Prince. America, Schmitt seemed to be saying, is the quintessential liberal society, a point rendered with great gusto, long after Schmitt's Concept of the Political appeared, in Louis Hartz's The Liberal Tradition in America (1955). Liberal to its very core, the United States has never been as attracted to the realpolitik tradition in political thought as the Germans; in fact, our best thinkers in that tradition, Hans J. Morgenthau and Henry Kissinger, were immigrants from Germany. Because he showed so little appreciation for the American liberal tradition, Schmitt, supposedly a theorist of power, misunderstood the most powerful political system in the world. Auf eine Art bin ich damit sehr einverstanden. Auf eine andere will ich mich gleich wieder über den Liberalismus lustig machen. Kann mir da jemand helfen?Die Kontrastierung mit Machiavelli ist recht hübsch, denn dieser könnte tatsächlich die Politik mit einem illusionslosen Blick beschrieben haben, um Leuten mit guten Zielen die entsprechenden Werkzeuge an die Hand zu geben (Herr M steht auf der Leseliste ...). Schmitt hingegen war ein bekennender Nazi und Gehilfe selbiger bei der Machtübernahme (Stichwort Preußenschlag alias Papenstreich); sein "illusionsloser Blick" ist erfüllt von Zwangsvorstellungen eines in jeder Hinsicht souveränen Staates, einer Politik der Messerstecherei, der metaphysischen Fundierung irdischer Institutionen und der Gottesgnade des Führertums. Was Wolfe über Foucault sagt, halte ich für falsch; Hoffnung ist also gegeben. Aber mit Foucault alleine kann man auch keinen Staat machen. Wir brauchen eine anständige Theorie der Macht, damit wir uns nachher wieder schöneren Dingen zuwenden können; zum Beispiel dem Weiterbau am Sozialismus.... link (2 comments) ... comment ... older stories
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![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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