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Samstag, 6. November 2004
Was Foucault über Agamben und Hardt/Negri gesagt hätte (Kommentar kommt noch)
17:51h — ‹philosophie›
Im Grunde ist die Repräsentation der Macht über die unterschiedlichen Epochen und Zielsetzungen hinweg doch im Bann der Monarchie verblieben. Im politischen Denken und in der politischen Analyse ist der Kopf des Königs noch immer nicht gerollt. Daher rührt die Bedeutung, die man in der Theorie der Macht immer noch dem Problem des Rechts und der Gewalt beimißt, dem Problem des Gesetzes und der Gesetzeswidrigkeit, des Willens und der Freiheit und vor allem dem Problem des Staates und der Souveränität (auch wenn diese nicht mehr in der Person des Königs, sondern in einem kollektiven Wesen gesucht wird). Die Macht von diesen Problemen her zu denken heißt, sie von einer historischen Form her zu denken, die unseren Gesellschaften eigentümlich ist: der rechtsförmigen Monarchie - einer sehr eigentümlichen und dennoch transitorischen Form. Denn wenn auch viele Elemente überlebt haben und noch immer bestehen, so ist sie doch allmählich von ganz neuen Machtmechanismen durchdrungen worden, die wahrscheinlich nicht auf die Repräsentation des Rechts zurückgeführt werden können. Wie wir noch sehen werden, gehören zu diesen Machtmechanismen auch diejenigen, die sich seit dem 18. Jahrhundert des Lebens der Menschen angenommen haben, der Menschen als lebender Körper. Und wenn es wahr ist, daß das Juridische in gewiß nicht erschöpfender Weise eine Macht repräsentieren konnte, die wesentlich an der Abschöpfung und am Tode orientiert war, so ist es doch den neuen Machtverfahren völlig fremd, die nicht mit dem Recht, sondern mit der Technik arbeiten, nicht mit dem Gesetz, sondern mit der Normalisierung, nicht mit der Strafe, sondern mit der Kontrolle, und die sich auf Ebenen und in Formen vollziehen, die über den Staat und seine Apparate hinausgehen. [...]Man hängt nach wie vor an einem bestimmten Bild der Gesetzes-Macht, der Souveränitätsmacht, das von den Theoretikern des Rechts und von der monarchischen Institution gezeichnet worden ist. Von diesem Bild, d.h. von theoretischen Privilegierung des Gesetzes und der Souveränität, muß man sich lösen, wenn man eine Analyse der Macht durchführen will, die das konkrete und historische Spiel ihrer Verfahren erfassen soll. Man muß eine Analytik der Macht bauen, die nicht mehr das Recht als Modell und als Code nimmt. [...]Den Sex ohne das Gesetz und die Macht ohne den König denken. - Michel Foucault, Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit 1, suhrkamp, 14. Auflage, 90ff ... link (0 comments) ... comment ... older stories
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![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2711 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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