wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Dienstag, 25. Dezember 2007
Vielleicht werde ich auch Philosoph

The Game

Class Wargames will play Guy Debord’s The Game of War using a replica of his original 1977 design for the board game.

“Politics is a continuation of war by other means.”

The Game of War is a Clausewitz simulator: a Napoleonic-era military strategy game where armies must maintain their communications structure to survive - and where victory is achieved by smashing your opponent’s supply network rather than by taking their pieces.

“The 1789 French Revolution brought great changes in the art of war. Similarly, the establishment of spectacular domination has radically altered the art of government.”

Debord is celebrated as the leader of the Situationist International and as the author of the searing critique of the media-saturated society of consumer capitalism: The Society of the Spectacle. What is much less well known is that after the May ’68 Revolution, Debord and his partner - Alice Becker-Ho - quit Paris and went to live in a remote French village. Over the next two decades, Debord devoted much of the rest of his life to inventing, refining and promoting what he came to regard as his most important project: The Game of War.

“Wargames are a continuation of politics by other means.”

For Debord, The Game of War wasn’t just a game - it was a guide to how people should live their lives within Fordist society. By playing this Clausewitz simulator, revolutionary activists could learn how to fight and win against the oppressors of spectacular society.

“An untrained militant would only be an object of embarrassment to the vanguard.”

Now, in 2007, Debord’s fascination with wargames is finally being discovered. Coinciding with the publication by Atlas Press of the English translation of Debord and Becker-Ho’s The Game of War book, Class Wargames in London and the Radical Software Group in New York are playing matches in public and developing their own versions of the game.

[Richard Barbrook, Author to Participae in performance of Guy Debord's The Game of War - 23rd October 2007, Imaginary Futures]

[Ganz tolle Sache. Das ist eines der Probleme mit so ziemlich allen Kriegsspielen, die ich kenne: Man ist Gott; selbst in der kältesten und dunkelsten Steinzeit ist man allmächtig und allwissend und allkommunizierend, wenn auch nicht immer allsehend. Man kann in aller Seelenruhe kommandieren, bekommt immer prompt und fehlerlos Rückmeldung, weiß immer um alles Bescheid, hat sogar eine kleine Karte, ... - so unglaublich schwierige und gefährliche Aktionen wie die Infiltration einer feindlichen Basis werden zu einer Geschicklichtskeitsübung. Und neben sämtlichen Fragen der Kommunikation kann man (sehr sehr häufig) auch alles unberücksichtigt lassen, was Logistik betrifft. Wenn man überhaupt die Bürde zu tragen hat, die eigenen Einheiten erhalten zu müssen, so muss man sich bei den allermeisten Spielen nicht die geringsten Sorgen darüber machen, wie der Nachschub diese Einheiten dann tatsächlich erreichen soll. Meistens brauchen die Einheiten auch gar keinen Nachschub - weder Treibstoff, noch Munition, nach Ersatzteile, noch ...]

[Selbst die Battle Isle Serie, die so großartig ist, dass es davon nicht nur mehrere Teile, sondern auch zwei Open Source "Klone" gibt - Crimson Fields und Advanced Strategic Command - ist in dieser Hinsicht schwer defizitär. Da bleibt eigentlich nur die Flucht in den Staatsfetisch und das Ausweichen auf die ganz großen der Grand Strategy aus dem Hause Paradox Interactive: Europa Universalis II (EUIII habe ich noch nicht gespielt, aber die 3D Oberfläche halte ich für unnötig), Victoria: An Empire Under the Sun und Hearts of Iron II; aber auch hier ...]

[Das Ding heißt im Original Le Jeu de Guerre und man kann es hier lesen]

[Ja, ich weiß: Abstraktion, Abstraktion! deshalb heißt es ja Spiel oder Simulation ... Aber Schach (und das meiste politische und militärische Denken, Handeln und Spielen in unseren Breiten ist ein Auswuchs von Schach) ist ein fauler Kompromiss - entweder man geht in Richtung Go/Wéiqí //in diesem Zusammenhang höchst interessant: The Protracted Game: A Wei-Ch'i Interpretation of Maoist Revolutionary Strategy von Scott Boorman// oder in Richtung einer Simulation, die alle in der Realität wesentlichen Faktoren miteinbezieht (und das sind unter Garantie Kommunikation und Logistik).]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2711 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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