wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Montag, 1. September 2008
Montag ... oh Gott nein ... nicht Montag ... nicht Montag!

Der Standard versucht sich mit schlechter Prosa an John McCain. Das übliche wilde-junge-harte-ehrenhafte-großartige-Männer Gerede über seine militärische Vergangenheit. Zu der Frage, was er in Vietnam eigentlich gemacht hat, heißt es etwas verschämt, dass McCain Bomben ausklinkte. Und dann das endgültige Abgleiten in den Jargon schlecht synchronisierter schlechter amerikanischer Serien:

John McCain stammt aus einer Familie zäher, kleiner Haudegen, die seit drei Generationen zur militärischen Elite der USA zählt.

[Frank Herrmann, Ein Rebell, der sich anpassen kann, Der Standard, 1. September 2008]

["Oh ja, Frank, John ist ein dreckiger Hundesohn, aber verflucht, wir lieben ihn und dieses Land braucht ihn ..."]

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Langsam haben sie den Dreh raus:

Nach Darstellung der Generalstaatsanwaltschaft in Moskau wollte die Polizei Jewlojew zu einer Vernehmung bringen. Während der Fahrt sei es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete, der Journalist sei versehentlich erschossen worden, und die Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

[Polizei erschießt Journalisten, ORF.at]

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Unübliche Koalitionen, eins
Allein zum Thema EU-Politik mussten die Parteien bei Wahlkabine.at einen Katalog von 25 Punkten beantworten, der erstaunliche "Sachkoalitionen" an den Tag bringt.

So ist zum Beispiel nur die ÖVP dagegen, dass EU-weit "soziale Mindeststandards wie Mindestlöhne" eingeführt werden sollten.

Unübliche Koalitionen, zwei
Für das Recht öffentlich Bediensteter, bei ihrer Arbeit "sichtbare religiöse Symbole" zu tragen, sprechen sich sowohl die Grünen als auch die ÖVP und die Kommunisten aus.

Beim Wunsch nach einer EU-Polizeitruppe steht das BZÖ hingegen ebenso allein auf weiter Flur wie mit der Ablehnung einer verstärkten Förderung des Schienenverkehrs.

[''Wahl total'' in Österreichs Internet, futurezone.ORF.at]

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Italien will Libyen mit fünf Milliarden US-Dollar (3,4 Mrd. Euro) für die Kolonialzeit entschädigen. Das Geld soll über die kommenden 25 Jahre und in Form von Investitionen in die Infrastruktur des nordafrikanischen Landes gezahlt werden, sagte Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi heute bei einem Treffen mit dem libyschen Präsident Muammar el Gaddafi.

[Italien entschädigt Libyen für Kolonialzeit, ORF.at]

Wie Spanien in seinem Protektorat Marokko setzte die Luftwaffe auch Giftgas ein. Das erste Mal am 6. Januar 1928 in Gifa. Im Februar 1928 flog sie an drei Tagen Angriffe gegen die aufständischen Mogarba und ließ Yperit niedergehen. Am 31. Juli 1930 bombardierte sie die Oase von Tazerbo, in der „Rebellen“ vermutet wurden, mit Senfgas. Die Regia Aeronautica warf bei diesem Angriff 24 Yperit-Bomben von je 21 Kilogramm Gewicht über der Oase ab; das Gas brachte Aufständischen und unbeteiligten Nomaden einen grässlichen Tod. Unnötig zu sagen, dass durch diese Luftschläge das Genfer „Protokoll über das Verbot von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen“ von 1925 mit Füßen getreten wurde. Mussolini und seine Generäle scherte es nicht.

[...]

Nicht nur libysche Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Kolonialmacht unter Gouverneur Pietro Badoglio einen kaltblütig geplanten Völkermord verübte, den die Welt wie so viele andere vergessen hat. Nach einer Schätzung des Turiner Historikers Angelo Del Boca kamen während der „Wiedereroberung“ von Libyen rund 100000 Wüstenkrieger und Zivilisten gewaltsam ums Leben – etwa ein Achtel der Gesamtbevölkerung. Italien war das erste faschistische Regime, das ganze Volksgruppen deportierte und in Todeslagern zugrunde gehen ließ. Italien wandte als einer der ersten Staaten Methoden der Konterguerilla an, die nicht bloß auf die Vernichtung von bewaffneten Kämpfern, sondern auf die Dezimierung der zivilen Bevölkerung zielten. Die italienische Gewaltherrschaft in Libyen gibt dem polnischen Publizisten Ryszard Kapuściński Recht, der unlängst meinte, dass die Kolonialmächte in Afrika bereits manches praktizierten, was Wehrmacht und SS später weiter systematisiert und technisch perfektioniert auf Europa übertrugen – ein Regime des Schreckens, dem, so müssen wir hinzufügen, am Ende auch Italien selbst zum Opfer fiel.

[Aram Mattioli, Libyen, verheißenes Land. Völkermord im Wüstensand: Über dreißig Jahre dauerte die Terrorherrschaft der Italiener in Nordafrika. Im Mai 1943 ging sie zu Ende, Die Zeit, 21/2003]

[Im heutigen Standard ist die Rede von insgesamt 300.000 Ermordeten während der Kolonialzeit; das wäre dann fast die Hälfte der Bevölkerung]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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