wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Dienstag, 2. Mai 2006
Patenter Schwachsinn aus berufenem Munde // Warum, Georg Wilhelm Friedrich, warum?

§ 165

Die natürliche Bestimmtheit der beiden Geschlechter erhält durch ihre Vernünftigkeit intellektuelle und sittliche Bedeutung. Diese Bedeutung ist durch den Unterschied bestimmt, in welchen sich die sittliche Substantialität als Begriff an sich selbst dirimiert, um aus ihm ihre Lebendigkeit als konkrete Einheit zu gewinnen.

§ 166

Das eine ist daher das Geistige, als das sich Entzweiende in die für sich seiende persönliche Selbständigkeit und in das Wissen und Wollen der freien Allgemeinheit, [in] das Selbstbewußtsein des begreifenden Gedankens und [in das] Wollen des objektiven Endzwecks, - das andere das in der Einigkeit sich erhaltende Geistige als Wissen und Wollen des Substantiellen in Form der konkreten Einzelheit und der Empfindung; - jenes im Verhältnis nach außen das Mächtige und Betätigende, dieses das Passive und Subjektive. Der Mann hat daher sein wirkliches und substantielles Leben im Staate, der Wissenschaft und dergleichen, und sonst im Kampfe und der Arbeit mit der Außenwelt und mit sich selbst, so daß er nur sus seiner Entzweiung die selbständige Einigkeit mit sich erkämpftm deren ruhige Anschauung und die empfindende subjektive Sitttlichkeit er in der Familie hat, in welcher die Frau ihre substantielle Bestimmung und in dieser Pietät ihre sittliche Gesinnung hat.

Die Pietät wird daher in einer der erhabensten Darstellungen derselben, der Sophokleischen Antigone, vorzugsweise als das Gesetz des Weibes ausgesprochen und als das Gesetz der empfindenden subjektiven Sustantialität, der Innerlichkeit, die noch nicht ihre vollkommene Verwirklichung erlangt, als das Gesetz der alten Götter, des Unterirdischen, als ewiges Gesetz, von dem niemand weiß, von wannen es erschien, und im Gegensatz gegen das offenbare, das Gesetz des Staates dargestellt - ein Gegensatz, der der höchste sittliche und darum der höchste tragische und in der Weiblichkeit und Männlichkeit daselbst individualisiert.

Zusatz. Frauen können wohl gebildet sein, aber für die höheren Wissenschaften, die Philosophie und für gewisse Produktionen der Kunst, die ein Allgemeines fordern, sind sie nicht gemacht. Frauen können Einfälle, Geschmack, Zierlichkeit haben, aber das Ideale haben sie nicht. Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist der des Tieres und der Pflanze: das Tier entspricht mehr dem Charakter des Mannes, die Pflanze mehr dem der Frau, denn sie ist mehr ruhiges Entfalten, das die unbestimmtere Einigkeit der Empfindung zu seinem Prinzip erhält. Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung. Die Bildung der Frauen geschieht, man weiß nicht wie, gleichsam durch die Atmosphäre der Vorstellung, mehr durch das Leben als durch das Erwerben von Kenntnissen, während der Mann seine Stellung nur durch die Errungenschaft des Gedankens und durch viele technischen Bemühungen erlangt.

[G.W.F. Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, stw 607, 318-320]

[Damit dürfte auch klar sein, dass er im Zusatz zu § 164, Seite 317f, nicht (oder nicht nur) Schlegel paraphrasiert: Es ist über das Verhältnis von Mann und Frau zu bemerken, daß das Mädchen in der sinnlichen Hingebung ihre Ehre aufgibt, was bei dem Manne, der noch ein anderes Feld seiner sittlichen Tätigkeit als die Familie hat, nicht so der Fall ist. Die Bestimmung des Mädchens besteht wesentlich nur im Verhältnis der Ehe; die Forderung ist also, daß die Liebe die Gestalt der Ehe erhalte und daß die verschiedenen Momente, die in der Liebesind, ihr wahrhaft vernünftiges Verhältnis bekommen.]

Ein Grundübel der alten Philosophie: dass sie es nicht dabei bewenden lassen kann, die höchsten Güter der Menschheit für sich und die Ihren zu beanspruchen, sondern darüberhinaus auch noch den davon Ausgeschlossenen ihre unüberwindbare Minderwertigkeit anhand aus den Finger gesogener unumstößlicher Ableitungen aufzeigen und es ihnen in immer neuen Reformulierungen immer wieder unter die Nase reiben und das Spiel so lange weitertreiben muss, bis sie beschließt, mit ihren Opfern nicht einmal mehr reden zu können, weil diese so unendlich weit unter ihr stehen. Und was für Dramen sich abspielen, wenn das im Kampf der Philosophischen Schulen untereinander passiert! Wenn die Analytische Philosophie alles andere als die stumpfsinnige, vollständig dekontextualisierte Analyse von Aussagesätzen (auf Basis einer äußerst fragwürdigen, angeblich metaphysikfreien, Ontologie) zum einzig philosophischen Unternehmen erklärt, und den großen Rest als weder vernünftig noch vernünftig argumentierbar verwirft ...

[Nachtrag: Aber Hegel kann es deutlich besser als er es hier tut; und die Analytische Philosophie ist zum Glück auch nicht mehr das, was sie einmal war. Trotzdem bleibt die Frage, wie Hegel dazu gekommen ist, soetwas zu schreiben, und ob er wirklich geglaubt hat, dass die Verhältnisse von Menschen untereinander so liegen können.]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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