wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Mittwoch, 8. September 2004
George Soros
Über Josh Marshall die Ansichten der amerikanischen Rechten über den Vorzeigekapitalisten und (böse böse) bekennenden und finanizerenden Bushgegner George Soros im O-Ton:

He is a self-admitted atheist, he was a Jew who figured out a way to survive the Holocaust. [...] He's a robber baron, he's a pirate capitalist, and he's a reckless man [...] He supported abortion in Eastern Europe ...

Ein Atheist, ein Dieb, ein Mann von schlechtem Charakter, ein Abtreibungsbefürworter und (mein Gott was muss das für ein skrupelloser Mensch sein) ein Jude, der einen Weg gefunden hat, den Holocaust zu überleben. Und jetzt will er auch noch, dass Bush die Wahl verliert ...

Matthew Yglesias findet dazu die richtigen Worte:

I like my rightwingers cartoonish and bigoted. I can't be the only liberal who's been disheartened by the president's efforts to leave the racial subtext of previous GOP campaigns aside, to reach out to African-Americans and Latinos, and to establish the Republicans as the party of philo-semitism. Everyone knows that real conservatives whip up racism and religious hatreds as a method for distracting attention from the class struggle. Tony Blankley and the Reverend Moon should be proud for playing their appointed role in my cosmology of stereotypes and I, for one, will be tipping my hat to them.

In the president's defense on this point, I should note that he has done a great deal to boost the homosexual as a replacement for the Jew in the conservative pantheon of morally-dubious cosmopolitan elements. Still, there's something sweet about kicking it old-school.


Eigentlich sollte es dazu eine gründliche Analyse meinerseits geben und was morally-dubious cosmopolitan elements sind und was das mit den Nazis zu tun hat und wie und in welcher Form die amerikanische Rechte wirklich pro-israelisch eingestellt ist und wie und auf welche Weise eine vernünftige Linke pro-israelisch sein sollte und wie das geht, dabei nicht gleichzeitig anti-palästinensisch sondern möglichst auch pro- zu sein und wie ein solches pro- dann kein pro- im üblichen Kontext der deutschen und österreichischen Linken sein würde und wie überhaupt ein vernünftiger Diskurs über solche Sachen auszusehen hätte und wie man mit den jeweiligen Einstellungen und Äußerungen des anderen Lagers zu dem Thema umgeht, schreibe ich vielleicht irgendwann einmal.

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2711 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz aufrichtig bei allen echten Science Fiction Autoren entschuldigen. Sie wissen schon wofür …
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