| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Freitag, 28. März 2008
Wer sich jemals wieder Star Wars ansehen will: Nicht weiterlesen!
01:52h — ‹gross werden›
Für George Lucas besteht also die Rolle der Angehörigen des gemeinen Volkes darin, von ihren Herrschern beeindruckt zu sein, sich in Bezug auf ihre Kultur gut zu fühlen, ihre Regierung oder ihren Herrscher gut zu finden, und zu glauben, dass diese ihre Herrschaft zu Recht ausüben, so that they feel good rather than disgusted about being ruled, und die Aufgabe der Medien (und da schließt er sich selbst ein) ist es, dem Volk all das einzuimpfen, sprich: Propagandaorgan der Herrschenden zu sein, und unter allen Umständen zu verhindern, dass die Beherrschten ihr Vertrauen in ihre allmächtigen, allwissenden und allgütigen Herrscher verlieren. Und überhaupt ist es besser, wenn nur Einer das Sagen hat, denn: He can actually get things done. Fast das schlimmste daran ist, dass sein Wunsch, den er in Bezug auf das Verhalten der Medien gegenüber der Macht ausgesprochen hat, schon längst Wirklichkeit geworden, die gute alte Zeit nie vorübergegangen ist: There's no respect for the office of the Presidency. - Das ist genau verkehrt herum. Der Respekt für die Person des Präsidenten mag zwischen Verachtung und Anbetung schwanken, aber das Amt ist heilig, egal wie sehr es das eigentlich nicht ist. Alle Schandtaten, die jemals irgendein Präsident verbrochen haben mag, egal wie schwerwiegend, sind meistens eine Woche danach, spätestens aber beim Antritt seines Nachfolgers vergeben und vergessen. Wenn Bush Nixon wiederholt, gibt es rundherum erstaunte Gesichter: Unerhört! Noch nie dagewesen! - Dass die Presse schon unter Woodrow Wilson freiwillige Selbstzensur geübt hat und unter dem Espionage Act Kriegsgegner eingesperrt wurden (darunter Eugene V. Debs); dass viele der heutigen Schweinereien im Rahmen der Iran-Contra Affäre schon einmal passiert sind, ja dass viele der damals Beteiligten heute auch wieder dabei sind; dass unzählige spätere Erzfeinde der USA früher deren (oft geheime) Verbündete waren; dass Präsident Bush Folter als eines der nützlichsten Werkzeuge im Kampf gegen den Terror (oder was auch immer es ist, das er da tut) sieht und sie auch weiter anwenden möchte [Bush verteidigt ''Waterboarding'']; dass die USA im Irak Sippenhaft praktizieren ... all das und noch einiges mehr bringt nur eine Minderheit um ihr Vertrauen in den Commander in Chief, weil die Medien so verantwortungsbewusst sind, immer aufs Neue ihr tiefes Vertrauen in die Herrschenden auszudrücken, und immer aufs Neue schockiert zu sein, wenn etwas dieses Vertrauen erschüttern sollte, und es immer wieder aufs Neue am nächsten Tag gleich wieder vergessen zu haben. George Lucas hat seinen Wunsch erfüllt bekommen, meinen Glückwunsch! Viel Spaß damit! Er hat ihn sogar so sehr erfüllt bekommen, dass auch nicht-amerikanische Medien bei diesem grauenhaften Treiben fleißig mittun - an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an den Standard, die wahrscheinlich schlechteste Qualitätszeitung der Welt! [Und da wundern sich Leute, dass ich einen roten Schädel bekomme und anfange, wüste Flüche auszustoßen, wenn die Sprache auf Star Wars und anderen faschistoiden Kram kommt, der bedauerlicherweise "Science Fiction" genannt wird] [Wem ein Artikel aus einer sozialistischen Tageszeitung wie Neues Deutschland als Beleg nicht ausreicht, hier auf die Schnelle ein paar Zeilen aus dem New Yorker und aus der Washington Post:]
[Epilog: Abed Hamed Mowhoush hat sich gestellt, um die Enthaftung seiner Söhne zu erreichen und wurde zu Tode gefoltert. Mit daran beteiligt war auch eine von der CIA aufgebaute und kontrollierte paramilitärische Truppe:]
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![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2716 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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