| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Freitag, 11. Juli 2008
Ich bin froh, endlich von der Uni wegzukommen (I)
17:54h — ‹philosophie›
Intellektuelle haben - vorallem wenn sie noch jung sind - das starke Bedürfnis, sich radikal zu fühlen, der Welt laut entgegen zu schreien: IHR LEBT EINE LÜGE!; früher haben sie in diesen Fällen meistens ganz genau gewusst, was die Wahrheit ist (und wer oder was der universellen Anerkennung dieser Wahrheit entgegensteht), heute wissen sie üblicherweise, dass man nichts (gar nichts! und zwar überhaupt nichts!!!) wissen kann //und wenn sie ganz besonders klever sein wollen, meinen sie nur, es schiene ihnen, man könne nichts wissen, und setzen an den Anfang und das Ende jeden ihres Satzes ein "es scheint mir"//. Manchmal auch ist es auch etwas irgendwo dazwischen. Ein Beispiel: Es geht um einen Aspekt der Zeichentheorie eines mir namentlich bekannten Philosophen. Der Referent stellt fest, dass man schlecht oder gar nicht etwas nicht lesen kann, das einem direkt vor Augen ist, dass man, wenn man hört, nicht nicht hören kann, usw ...; er zitiert pflichtschuldigst eine dazu passende Geschichte von Italo Calvino und kommt zu dem Schluss, dass wir ständig mit Sinneseindrücken bombardiert werden, die wir zwanghaft in Aussagen und Urteile umsetzen - ergo: der Mensch wird von seiner Umwelt unterdrückt und ist in keiner Weise frei und - bevor der Referent die letzte Konsequenz aus dieser schrecklichen Erkenntnis ziehen und sich Kopf voran aus dem Fenster stürzen kann, wird er höflich darauf hingewiesen, dass dieser Schluss doch etwas überzogen ist. ... comment |
![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2716 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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