wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Donnerstag, 28. August 2008
Das habe ich mir letzte Woche gekauft. Mal sehen, ob ich etwas damit anfangen kann

In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen Band mit Kurzgeschichten von Kōbō Abe mit dem Titel Die Erfindung des R 62; gleich die erste Geschichte beginnt mit einem harmlosen Selbstmordversuch, wird zu einer saftigen Breitseite gegen den Kapitalismus und endet blutig und verstörend. Sollte man eigentlich verfilmen.

Welches ist dann unter diesen Gegebenheiten die Rolle, die der Mensch zu spielen hat? Ich werde es Ihnen sagen: ein guter Diener der Maschine zu werden. Wie jener Automobilkönig Henry Ford es mit seiner Erfindung 'Fließbandarbeit' so vortrefflich gezeigt hat, liegt eine Aufgabe der heutigen Zeit in der Beantwortung der Frage, wie der zurückgebliebene Mensch rationalisiert und auf Gleichstand mit den Maschinen gebracht werden kann. Die unfähigen Menschen, die dies nicht erkannt haben, tun sich zusammen und bewegen sich Tag für Tag immer mehr auf den Rand der tierischen Degeneration zu, die beispielsweise die Arbeiterbewegung darstellt. Dies muß man wahrlich als Jahrhunderttragödie bezeichnen (vereinzelter Beifall). Die Arbeiter sind das Blut der Maschinen, die Techniker ihre Hormone und wir ihre Herzen und Seelen (Beifall). Einerlei, wie edel die Seelen der Maschinen aber auch sein mögen, wenn ihr Blut von Krankheitserregern befallen ist, ist es nur natürlich, daß die Gesundheit der Maschinen angegriffen wird, und das bedeutet wiederum nichts anderes als die Krise der Zivilisation. Es ist jetzt unsere Pflicht, einen Kreuzzug gegen diese Degeneration ins Leben zu rufen! Nun, um die Grundeinstellung für diesen Kreuzzug auf einen kurzen Nenner zu bringen: Was die Gesundheit der Zivilisation, also die Gesundheit der Maschinen beeinträchtigt, ist die Unterentwicklung des Menschen ...

[Kōbō Abe, Die Erfindung des R 62. Erzählungen, aus dem Japanischen von Michael Noetzel, Phantastische Bibliothek 333 = suhrkamp taschenbuch 2559]

[Gefunden habe ich Herrn Abe, weil Arkadi Strugatzki (studierter Anglistik und Japanologe, deshalb manchmal unsinnigerweise als Orientalist bezeichnet) einige seiner Werke übersetzt hat]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2716 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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Gestern war in der Jungen Welt ein Artikel über...
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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz aufrichtig bei allen echten Science Fiction Autoren entschuldigen. Sie wissen schon wofür …
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