wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Sonntag, 16. November 2008
Peter Sloterdijk (Leute, die ich nicht mag I)

Der deutsche Chef des Instituts für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien ist für eine radikale Verkürzung der demokratischen Willensbildung auf das Wesentliche. Es soll starke Regierungen hervorbringen. »Sie (die kleinen Parteien) haben eigentlich nur eine Funktion: den Prozeß der Regierungsbildung zu erschweren, wenn nicht zu verunmöglichen.« Nun haben gerade die Nationalratswahlen in Österreich eine Relativierung der Begriffe Groß- und Kleinparteien bewirkt. Die beiden »kleinen« Rechtsaußenparteien FPÖ und BZÖ haben zusammen ungefähr die gleiche Größe erreicht wie jedes der beiden traditionellen Hauptlager.

[...]

Das Problem der Kleinparteien, meint er, »kann man übrigens auf eine grundfalsche Idee der Französischen Revolution zurückführen, wonach ein Parlament ein Porträt des Volkes liefern soll, um den vorgeblichen Souverän lebensecht abzubilden. Aber das Volk soll sich ja gar nicht im Parlament spiegeln, es soll daran mitwirken, daß regierungsfähige Mehrheiten entstehen, und je mehr kleine Parteien im Spiel sind, desto absurder wird dieser Vorgang.« Nun hat man es quasi regierungsphilosophisch schwarz auf weiß, was von der vorgeblichen Demokratie, der vorgeblichen Volkssouveränität und der vorgeblich vom Volk ausgehenden Macht tatsächlich zu halten ist.

[Werner Pirker, Der Schwarze Kanal: Der Technosoph, junge Welt, 1. November 2008]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz aufrichtig bei allen echten Science Fiction Autoren entschuldigen. Sie wissen schon wofür …
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