| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Mittwoch, 29. Juli 2009
Daniel Kehlmanns Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele
02:01h — ‹public service announcements›
Ich hatte ihn bisher eher für einen Schnösel gehalten, aber das hat Klasse:
Wer es geschafft hat - im Neuen Bürgertum angekommen ist - die Grünen wählt, allseits „tolerant” ist, fair gehandelte Produkte kauft, auf seine Gesundheit achtet, regelmäßig Tränen für die Dritte Welt vergießt, sich über soziale Revolutionen ebendort empört, sich mit der Wahl des richtigen Privatkindergartens für den erlesenen Nachwuchs plagt, sich von Hugo Chávez in seinen bürgerlichen Freiheiten bedroht fühlt, auf das gewöhnliche Volk mal mit Abscheu mal mit Angst herabblickt, in Panik gerät wenn irgendwo die Reinheit und Ehre der Zivilgesellschaft befleckt wird, den Standard für eine gute Zeitung hält, jede Regung des Volkes für eine Vorstufe des Totalitarismus hält - kurz: in der Einöde der oberen Mitte der Gesellschaft zum Stehen gekommen ist, der ist die Zielgruppe des modernen Kulturbetriebs; die institutionalisierten Wiederholungen der gescheiterten ästhetischen Revolutionen von gestern und vorgestern sollen das Gefühl vermitteln, in einem unüberwindlichen Gegensatz zu „der Gesellschaft” zu stehen, wachsam und kritisch zu sein, doch in Wirklichkeit ist die Gegenstandslosigkeit dieser modernen Kunst nur ein Spiegel der Gegenstandslosigkeit des bürgerlichen Denkens und Fühlens, das sich selbst zu viel geworden ist. Die moderne Kunst ist das Spektakel des Bürgertums, das sich selbst einreden möchte, dass seine ständig zu scheitern drohende Flucht vor der Wirklichkeit, vor der Selbsterkenntnis, der einzig fortschrittliche, der einzig „moderne” Weg ist. ... comment |
![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2711 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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