wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Freitag, 9. April 2010
Geopolitikfreitag (2010, KW 14)

Zum Umsturz in Kirgistan hat sich der ORF-Korrespondent Georg Dox in der ZiB kein Blatt vor den Mund genommen. Die Vereinigten Staaten, Russland und China hätten Interessen in diesem Land; es sei die Frage, ob der Präsident noch zu halten sei; und da es nicht danach aussehe, müssten diese Länder sich jetzt wohl einen Nachfolger überlegen. [Transkript]

Der ehemalige indische Diplomat M K Bhadrakumar — dessen regelmäßige Artikel für die Asia Times eine der guten Gründe sind, diese Zeitung zu lesen — schreibt dazu:

It is highly unlikely that President Kurmanbek Bakiyev will retain his job. Aside from Washington, no major capital is demanding reconciliation between him and the Kyrgyz revolutionaries.

Evidently, there has been a massive breakdown in US diplomacy in Central Asia. Things were going rather well lately until this setback. For the first time it seemed Washington had succeeded in the Great Game by getting a grip on the Kyrgyz regime, though the achievement involved a cold-blooded jettisoning of all norms of democracy, human rights and rule of law that the US commonly champions. By all accounts, Washington just bought up the Bakiyev family lock stock and barrel, overlooking its controversial record of misuse of office.

According to various estimates, the Bakiyev family became a huge beneficiary of contracts dished out by the Pentagon ostensibly for providing supplies to the US air base in Manas near the Kyrgyz capital, Bishkek.

This is a practice that the US fine-tuned in Afghanistan, originally to patronize and bring on board important political personalities on the fractured Afghan chessboard. In Kyrgyzstan, the game plan was relatively simple, as there were not many people to be patronized. Some estimates put the figure that the Pentagon awarded last year to businesses owned by members of the Bakiyev family as US$80 million.

Just one look at the map of Central Asia shows why the US determined that $80 million annually was a small price to pay to establish its predominance in Kyrgyzstan. The country is one of the most valuable pieces of real estate in the geopolitics of the region.

[M K Bhadrakumar, US reaps bitter harvest from ‘Tulip’ revolution, Asia Times, 10. April 2010]

———

Bleiben wir in der Region. Frankreich und Italien planen, eine gemeinsame Gebirgsjägereinheit aufzustellen. In der Meldung heißt es: »Die franko-italienische Brigade solle ‚ab 2013’ einsatzfähig sein und sich dann an Auslandseinsätzen beteiligen, ‚vor allem in Afghanistan’, teilte das französische Präsidialbüro heute mit.« [Frankreich und Italien: Gemeinsame Gebirgsjäger-Einheit] — es scheint also auf absehbare Zeit kein Ende des „Engagements” in Afghanistan geplant zu sein

———

Die Verlängerung des russischen Breitspurnetzes nach Westen ist unter Dach und Fach. Die Strecke Uschhorod–Košice soll, wie die Railway Gazette berichtet, ab 2013 über Bratislava nach Wien verlängert werden. Die Eröffnung ist für 2016 geplant. [Wien broad gauge agreement signed, Railway Gazette, 8. April 2010]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz aufrichtig bei allen echten Science Fiction Autoren entschuldigen. Sie wissen schon wofür …
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