wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Donnerstag, 19. Mai 2005
Ich glaube ich hätte dort hingehen sollen


Männerpolitik als Teil einer
ganzheitlichen Geschlechterpolitik


von und mit

Dr. Johannes Berchtold

Philosoph, Leiter der Männerpolitischen Grundsatzabteilung im
Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen

Mein iBook und ich sind wieder gut, seit ich letzten Samstag die Funktion des Trackpads wiederhergestellt habe. Auch die Telekom Austria und ich sind wieder gut, nachdem, sie mir gestern auf meinen Einspruch gegen die mir in Rechnung gestellten Kosten für die Überschreitung des Datentransferguthabens insofern reagiert hat, als uns der volle Betrag gutgeschrieben wird. Was mich jetzt zu der Frage bringt, was ich mit dem dafür gesparten, genauer gesagt: nicht ausgegebenem, Geld machen soll. Mein Bruder kam auf die absurde Idee, ich könnte es sparen, aber - ehrlich - worauf sollte jemand wie ich ernsthaft sparen? Mein anderer Bruder will unbedingt, dass ich mir eine Playstation Portable kaufe. Ich selbst hatte für den Fall endlich eine AirPort Karte und eine saftige Speichererweiterung für mein iBook vorgesehen, aber nach diesem massiven Vertrauensbruch mit der kaputten Festplatte, werde ich das wohl nicht tun, obwohl zumindest die Anschaffung des erst kürzlich erschienenen Mac OS 10.4 (welche Großkatze das ist, vergesse ich immer wieder, und weiß das jetzt aus dem Stand nicht) ratsam wäre, da meine ganze Lieblingssoftware in naher Zukunft für 10.3 nicht mehr upgedatet werden wird und es bei manchen schon jetzt Funktionen gibt, die für das alte System nicht mehr implementiert werden werden /oder ist es inzwischen üblich, bei der pluralen passiven Zukunft das zweite 'werden' generell wegzulassen, oder nur bei bestimmten Konstellationen wie der hier vorliegenden?/.

Im tiefsten Grunde meines Herzens möchte ich meinen PC wiederinstandsetzen und weit genug aufrüsten, um A7 darauf spielen zu können. Kleine Rückblende: Der Vater eines Schulkollegen verkauft mir ein Spiel namens AIV Network$ (4,5 MB), mit dem er nicht allzuviel Freude hatte; ich dagegen hatte sehr viel Freude damit, man könnte sagen: zuviel Freude, aber wir wollen hier nicht allzusehr ins Detail gehen. Tatsache ist: dieses Spiel war Teil einer sehr erfolgreichen Reihe von Spielen des japanischen Softwarehauses Artdink und wurde in dieser speziellen Instanz in Zusammenarbeit mit Infogrames auf die westlichen Märkte gebracht. Davor war bereits A-Train 3 (2 MB), hier in Zusammenarbeit mit Maxis, außerhalb Japans (dort bekannt als "Take the A-Train III") und für mehrere Plattformen erschienen, darunter auch für den Mac (500 kb). A-IV war gar kein so erfolgloses Spiel, jedoch im Vergleich zu dem darin investierten Geld (James fucking Coburn für die Videosequenzen!) ein Flop und so wurde der Nachfolger A5 Eternal (für Windows) nie für die westlichen Märkte adaptiert. Kleiner Sprung: A2001 ist eines der ersten Spiele für die Playstation 2 und wird im März 2004 als A Train 6 von Midas Interactive viersprachig für PAL-PS2s herausgebracht. Für dieses Spiel habe ich mir dann gemeinsam mit meinem Bruder C eine Playstation 2 angeschafft, und zwar die gerade herausgekommene dünne Neuauflage. Da weder ich noch er einen eigenen Fernseher haben, steht das Gerät im Wohnzimmer und dementsprechend sind die Zeiten, in denen wir spielen können, few and far between, ganz abgesehen davon, dass ich ohnehin keine Zeit habe. Nichtsdestotrotz hänge ich in der fünften von sechs Karten; bitte, das ist auch sehr schwer, denn man muss auf ein paar dünnen Küstenstreifen und mit den üblichen Einschränkungen in der Anzahl von Zügen und Stationen eine äußerst stattliche Zahl von Industriepunkten erreichen, und ich habe bisher keinen wirklichen Durchbruch in dieser Angelegenheit geschafft.

Jedenfalls ist es mir nicht verborgen geblieben, dass sich Artdink still und heimlich an eine weitere Ausgabe gewagt und vor kurzem eben A7 herausgebracht hat, das auf Windows läuft und durchaus unbescheidene Anforderungen stellt. Mein durchaus bescheidener Desktop hingegen ist dem nicht nur nicht gewachsen, sondern auch seit letztem Sommer aufgrund mysteriöser Störungen außer Betrieb und es ist mir seitdem nicht gelungen, die Ursache dieses Fehlverhaltens ausfindigzumachen. Sollte mir dies doch noch gelingen, wäre es durchaus im Bereich des Möglichen, dass ich nach geglückter Instandsetzung noch eine angemessene Grafikkarte und natürlich noch das Spiel selbst prokurieren könnte, um anschließend sehnsüchtigst auf den Sommer zu warten und bis dahin weiter die screen shots angaffen.

Abschließend möchte ich noch ankündigen, dass ich mir am Sonntag im Filmmuseum Kippur ansehen werde. laila tov.

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A7
Hi,

gibts A7 auch in anderen Sprachen als Japanisch? Ich bin ebenfalls närrisch nach aIV aber es läuft auf allen meinen aktuellen PCs nicht mehr.

Ich freu mich auf eine Mail.

Gruß, Stefan

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2715 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben.
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