| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Donnerstag, 30. September 2004
Chance 2004, Teil 1
21:25h — ‹fiction + facts›
Roi Talmor, 25, is better known as D.J. Poingi, a break-core (a school of techno) disc jockey who says he comes from IsraHell. He lives in what was East Berlin, in a walk-up he shares with a photographer friend. The apartment is small and unrenovated, a holdout in the hipster neighborhood of Prenzlauer Berg, where every building is undergoing a facelift. Paint is peeling from the walls, and there is a shower in the kitchen. His room is a music studio, a bedroom and a lounge area — all in one — with a coal oven in the corner. Talmor has been here for a little more than six months now, one of a growing number of young Israelis who have moved to Berlin. They each came for different, yet intersecting, reasons: Some because they couldn't tolerate the state of constant war; others for a free education, but all because of some unconscious cultural draw. [...]But some say that the Israeli and German cultures are not so different, after all. Naomi Rolef, a 29-year-old student of comparative literature and cinema studies from Tel Aviv, has been in Berlin for a year now. She actually has German citizenship based on “right of return” given to the descendents of German Jews who fled Nazi Germany, as her grandfather did in 1939. She said that for her, the place feels like home. “I don't know if it is because of my German origin or if there is some kind of similarity between Israeli society and the German society,” she said. - Frank Hudec, Letter from Berlin, The Forward Für alle angehenden Romanciers da draußen: das allein ist schon ein halber Romanentwurf: In Umkehrung von S.J. Agnons Gestern, vorgestern (billig erstanden, noch immer nicht über die ersten paar Seiten hinausgelesen) beginnt alles In Tel Aviv, dann mit dem Schiff nach Triest und mit der Bahn nach Berlin; Held des Romans ist ein junger Nichtsnutz, der auf der Uni herumhängt und sich die Idee einfängt, nach Berlin zu ziehen. Weil ihn seine Eltern los werden wollen, nehmen sie ihn beim Wort und schicken ihn hin. Er erzählt einem seiner Professoren davon, der auch die ganze Zeit davon spricht, sich in der alten Heimat (wie er es nennt) einmal umzusehen, seine akademische Karriere aber für wichtiger hält; durch diesen lernt er kurz vor seiner Abreise noch die high society kennen. Weiter habe ich Gestern, vorgestern noch nicht gelesen aber wie der Roman dann wirklich aussieht ist relativ unwichtig. Schon allein durch das Thema ist eine hohe Auflage garantiert; die Antideutschen kaufen das sicher im Dutzend, das deutsche Feuilleton wartet noch immer auf den großen Berlin Roman und auf einen Deutschland-und-die-Juden Roman der ernstzunehmen ist und dennoch mit der “Normalisierung” der deutschen Vergangenheit kompatibel geht; das israelische Feuilleton weiß es vielleicht noch nicht, wartet aber trotzdem auf den ersten großen Auswanderer/Flucht-vor-Krieg-und-Sozialabbau Roman und auf einen weiteren Israel-befindet-sich-zwar-im-Nahen-Osten-gehört-aber-zu-Europa-und-irgendwann-wird-es-der-EU-beitreten Roman. Der Erfolg ist also garantiert; mit solchen Büchern werden Karrieren gestartet. Will wer?... comment |
![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2819 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 22.05.2012 um 20:29 irgendetwas neues gegeben. status
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