wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Freitag, 20. März 2009
Skynet wird nicht in Los Angeles gebaut werden

Wie kommt das Unbewusste in die Maschine?
Techniker versuchen es - mit Hilfe Sigmund Freuds

Maschinen bauen mit Bewusstsein - und sogar Unbewusstem wie beim Menschen: Dieses verwegene Ziel verfolgt ein Projekt am Institut für Computertechnik der TU Wien seit knapp zwei Jahren. Vorbild für die interdisziplinäre Forschungsgruppe ist Sigmund Freuds Modell der Psyche.

Dass es aber nicht ganz einfach ist, "Es, Ich und Über-Ich" in Maschinen einzubauen, geben die beiden Projektleiter und Computertechniker Dietmar Bruckner und Gerhard Zucker sowie die Psychoanalytikerin Brit Müller im Gespräch mit science.ORF.at zu.

Bevor es etwa automatisierte Küchen gibt mit Gefühlen und Affekten, haben die Forscher in einem ersten Arbeitsschritt virtuelle Lebewesen programmiert: Die sogenannten Bubbles "leben" bereits mit Trieben und Verboten.

science.ORF.at: Psychoanalyse und Computer - Wie ist es zu diesem Projekt gekommen?

Dietmar Bruckner: Idee des Projektes ist es, ein technisches Modell der menschlichen Psyche zu bauen. Wir kommen aus dem Feld der Gebäudeautomatisierung. Da existiert das Problem, dass Systeme bei großen Gebäuden immer komplexer werden, mit bis zu 50.000 Computerknoten, die nötig sind, um das Gebäude zu steuern. Es geht beispielsweise um Belüftung und Heizung. Uns beschäftigt, wie man nun solche Systeme kontrollieren kann, ohne dass eine Person unzählige Knoten überwachen muss. Dafür hat es bisher in der Automatisierungstechnik keine Werkzeuge gegeben. Daher haben wir nach komplexen Systemen in der Natur gesucht, die beherrschbar sind. Gefunden haben wir den menschlichen Verstand.

Gerhard Zucker: Innovativ ist an diesem Ansatz sicherlich, dass es nicht länger, wie in der Künstlichen Intelligenz, um Teilprozesse geht, sondern wirklich um die Erstellung eines Gesamtmodells menschlichen Denkens, mit der Annahme, daraus technische Systeme bauen zu können, die ebenso funktionieren. Ursprünglich ging es in der Künstlichen Intelligenz immer darum, einen Algorithmus für Teilprozesse zu finden, durch den möglichst schnell und effizient ein bestimmtes Ziel erreicht wird. Wir gehen jetzt den umgekehrten Weg, indem wir uns erst einmal ein ganzheitliches Modell anschauen, der so genannte Top-Down Ansatz.

Was kann das Modell Sigmund Freuds dazu beitragen?

Dietmar Bruckner: Aus technischer Sicht ist das Praktische an Freud, dass er der Einzige war, der ein funktionales Modell hatte. Es gibt also Funktionseinheiten, die miteinander interagieren - genau so, wie man auch Computer beschreibt. Diese Modellierung kommt uns natürlich sehr entgegen. Wir wollten jedoch nicht alte Fehler wiederholen und uns fachfremdes Wissen autodidaktisch aneignen oder Begriffe aus einer Theorie herausreißen, sondern haben bewusst Kooperationen mit Psychoanalytikern gesucht, um uns das psychische Modell in ein technisches übersetzen zu lassen.

Nun geht es bei Freud ja auch verstärkt um den menschlichen Umgang mit Emotionen und auch tabuisierten Inhalten. Wäre das im Bereich der Technik nicht eher ein Störfaktor?

Gerhard Zucker: Wenn wir von industriellen Situationen reden, wo ein Roboter ganz klar definierte Handlungen ausführen soll, kann man sicher davon sprechen, dass die Abbildung menschlichen Denkens zu Fehleranfälligkeit führen würde, weil der menschliche Verstand nicht vorhersagbar ist. Gleichzeitig gibt es aber viele Bereiche, in denen man genau diese Unvorhersagbarkeit braucht, da man ein System nicht so programmieren kann, dass es auf jede Möglichkeit der realen Welt reagiert. Roboter sollten selbständig abstrahieren können, um sich in einer widersprüchlichen Welt zurechtzufinden.

Dietmar Bruckner: Es ist ja eine große Stärke des Menschen, dass er am Anfang sehr unbedarft an Dinge herangeht, aber extrem lernfähig ist, um diese Fehler dann nicht mehr zu machen. Ein heutiger Industrieroboter ist das nicht. Wenn man ihn einschaltet, muss alles vorgegeben sein, was diesem Roboter passieren kann.

Gerhard Zucker: Wir diskutieren auch über Affekte und Triebe, die man in technischen Systemen normalerweise überhaupt nicht findet. Was uns aber interessiert, ist die Modellbildung der Psychoanalyse, weniger das Therapeutische.

Brit Müller: Die Triebdynamik ist sehr stark in dem Projekt berücksichtigt. Zum Beispiel was mit Informationen passiert, die abgewehrt werden müssen oder wieder ins Unbewusste verschoben werden.

Geht es also tatsächlich darum, ein künstliches Bewusstsein zu entwickeln?

Gerhard Zucker: Das wäre ein Wunsch, den wir langfristig haben. Es gibt kein Messgerät für Bewusstsein, sondern man beurteilt das von außen am Verhalten. Diese Diskussion ist so alt wie die Künstliche Intelligenz selbst: Wann ist ein System intelligent? Wir sind heute noch nicht so weit, dass Maschinen reflexive Aussagen über sich selbst treffen können. Aber wir reden von Programmen, die in Maßen in der Lage sind, zu lernen und sich zu entwickeln. Die Struktur ist vorgegeben, aber einzelne Module, wie etwa die Fähigkeit bestimmte Merkmale zu erkennen, können sich eigenständig verändern, sodass ein Roboter zum Beispiel Objekte, die er wahrnimmt, klassifizieren und identifizieren kann.

Dietmar Bruckner: Ich möchte mich auch noch nicht festlegen darauf, ob jeder Roboter später ein Bewusstsein brauchen wird, viele aber schon. Bei Freud ist das Bewusste ja nur die Spitze des Eisbergs. Die meisten Prozesse laufen nach ihm unbewusst ab, und auch die grundlegenden Denkprozesse laufen in erster Linie unbewusst ab. Wir behaupten nicht, Maschinen ein gleiches Bewusstsein wie ein Mensch einzuhauchen, sondern schauen uns an, wie beim Menschen die Psyche funktioniert, machen davon ein Modell, und integrieren es in eine Maschine.

Brit Müller: Im Sinne der Technik müssen wir alles fest definieren, wo man in der Psychoanalyse eigentlich weiß, dass es viele verschiedene Theorien gibt. Im Vordergrund steht da auch das technische Bedürfnis, kausale Ketten herzustellen. Erst kommt ein Schritt und dann der nächste. Hierfür kann man Freuds Stufenfolge von körperlichen Abläufen, die dann zu Trieben und Bedürfnissen führen, heranziehen. Dieser Vorgang lässt sich über das Unbewusste, das ES, gut nachvollziehen.

Wie kann man sich das nun praktisch vorstellen?

Gerhard Zucker: Neben Sicherheitssystemen arbeiten wir z.B. derzeit an einer intelligenten, automatisierten Küche. Dabei war es unmöglich, in einem Schritt vom Freudschen Modell auf die Gebäudeautomatisierung zu kommen und die Gefühle und Triebe der Küche zu definieren. Wir haben jetzt einen Zwischenschritt gewählt und programmieren derzeit virtuelle Lebewesen, an denen wir das Modell ausprobieren. Wir nennen sie "Bubbles". Ihre virtuelle Welt wird natürlich von uns definiert, es ist aber nicht vorherzusagen, was diese Bubbles tun werden, wenn man ihnen ein Es mit bestimmten Trieben und auch ein Über-Ich, das Ihnen Handlungen verbietet, programmiert. Der erste Schritt ist derzeit, diese Bubbles lebensfähig zu machen, um anschließend zu schauen, wie man die Prozesse optimieren kann, sodass sie auch von sich aus beginnen, Tätigkeiten nachzugehen, wie Nahrungssuche und Interaktion mit anderen Bubbles.

Dietmar Bruckner: Wir können uns in der Simulation jeden einzelnen Parameter anschauen, wie er sich über die Zeit verhält und mit welchen anderen er interagiert, sodass psychische Abläufe dann auch beobachtbar werden können.

Es muss aber für diesen psychischen Apparat von außen eine Norm gesetzt werden.

Brit Müller: Das ist in der Tat das große Problem für die Psychoanalyse. Was ist schon gesund? Auch die Frage des Geschlechts ist noch nicht ganz berücksichtigt. Das muss man kulturabhängig sehen und wir orientieren uns derzeit an für unsere Breitengrade angepassten, realitätsangemessenen Reaktionen. Die Verdrängungen müssen so funktionieren, dass keine gröberen Symptome daraus entstehen.

Gerhard Zucker: Ein schwer psychotischer Bubble wäre für uns nicht interessant, denn wir wollen ja zu einem Programm kommen, das zum Beispiel die Küche steuern kann.

Tobias Körtner, Ö1 Wissenschaft, 11.3.09

[Wie kommt das Unbewusste in die Maschine?]

Ein wesentliches Problem der traditionellen KI Forschung, ist, dass ihre philosophischen Grundlagen in der Analytischen Philosophie liegen. Dementsprechend mager sind die Ergebnisse. Ansätze, die auf der Kybernetik bzw Systemforschung beruhen, und ein vollständiges (und im Falle Freuds: materialistisches) Modell der menschlichen Psyche als Grundlage nehmen, sind wesentlich vielversprechender als jene, hinter denen der Glaube steht, man müsse nur Massen an Rechenkapazität zusammenballen und daraus würde dann schon irgendwie Intelligenz entstehen, da Bewusstsein nicht mehr sei als eine im Prinzip recht einfache Rechenoperation (was übrigens schon die Grundlage von Thomas Hobbes’ Brachialmaterialismus war).

[Bei Terminator SCC ist es (momentan) ein Schachcomputer, aus dem später Skynet entstehen wird, obwohl das inzwischen zerstörte integrierte Verkehrsleitsystem für LA auch seinen Beitrag dazu geleistet hätte. Ich glaube im Übrigen, dass sich herausstellen wird, dass der John Connor der Zukunft eine KI ist - zumindest wäre das ziemlich cool und würde halbwegs Sinn machen. Obwohl es auch denkbar wäre, dass „John Connor” nur ein Kollektivpseudonym ist, und der reale John Connor einfach sterben wird, ohne dass das Auswirkungen auf den Kampf der überlebenden Menschheit gegen Skynet haben wird; oder irgendeine Kombination aus beiden]

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Donnerstag, 1. Mai 2008
... und die Aussicht auf ein geregeltes Geschlechtsleben ist natürlich auch ein gewisser Ansporn in diese Richtung // 1. Mai ist auch Tag der Traumarbeit

Ich hatte heute den ersten richtigen erotischen Traum in meinem gesamten Leben bisher. Sie war amüsiert von meinen Versuchen. (Meine mangelhafte Leistung lag aber wahrscheinlich auch an der definitiv nicht menschlichen Anatomie ihrer Geschlechtsorgane) Das hängt vielleicht damit zusammen, dass ich letztens um 5 Euro Sigmund Freud. Das Lesebuch erstanden habe und zur Zeit fleißig lese. Der Rest des Traumes war auch nicht ohne. Ich habe mehr als eine Stunde gebraucht, um alles aufzuschreiben.

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Sonntag, 6. April 2008
Zählt eine unpassende Präposition schon als Freud'scher Versprecher?

Eine Zeitung hat in ihrer Wochendausgabe einen '68 Schwerpunkt. Schlimme Sache. Unter anderem meint da jemand in einem Interview, er habe eine Obsession gegen Gewalt. Geht das? Ich dachte, man könnte Obsessionen bestenfalls "für" etwas haben, denn das würde in diesem Kontext auch etwas mehr Sinn machen, da dieser jemand, der diese Aussage getätigt hat, in seiner Eigenschaft als Chefredakteur der damals größten Zeitung seines Landes enthusiastisch für den Irakkrieg war, an dem sein Land dann auch teilgenommen hat, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung dagegen war.

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Donnerstag, 26. Juli 2007
Sätze, die vorkommen, wenn ich anderen Leuten aus meinem Leben erzähle

Seither ist mein Seelenleben um eine Zwangsvorstellung reicher.

[Und seit dieser Unterhaltung auch um einen Terminus: DHGpkd]

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Samstag, 7. Juli 2007
Klassenanalyse für die Elite von Morgen

Normalerweise ist es die Mittelklasse eines Landes, die eine Zivilgesellschaft aufbaut, sich um Demokratie und Menschenrechte kümmert und für Fortschritt sorgt (die Oberschicht ist zu egoistisch und die Unterschicht kämpft ums Überleben).

[Hans Rauscher, Mittelklasse-Terror, Der Standard, 05. Juli 2007]

Mehr als 100 Jahre wurden diverse Gründe breitgetreten, warum die Mittelklasse das selbst dann nicht einlösen könnte, wenn sie es wollte, wie sie die sich daraus ergebenden Konflikte vergeblich zu lösen versucht, was für Pathologien das Mittelklasseleben so produziert, wohin diese Pathologien führen, ... - und das alles ist an Herrn Rauscher spurlos vorüber gegangen; und nachdem dieses dumme Spiel schon so lange läuft, kann man Herrn Rauscher sogar ganz genau erklären, warum es spurlos an ihm vorüber gegangen ist; und auch, warum er es trotzdem nicht verstehen wird.

[BONUS: "Diese Terroristen aus der Mittelklasse weihen ihr Leben der reinen Zerstörung." --- KLASSENVERRAT!!!]

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Montag, 1. Jänner 2007
Ich habe wieder einen wiederkehrenden Traum - mit Zombies oder ähnlichem

[Diesmal sind wir davor noch an einem Haus vorbeigekommen. Ein Zimmer im ersten Stock war mit Zombies oder Leichenteilen bis zur Decke angefüllt, und aus den Fensterritzen tropften diverse Körperflüssigkeiten auf die Straße. Ich habe irgendwas gesagt in Richtung "Film der Regisseurin /nur leicht verhüllter name einer wirklichen person, die ich kenne/"]

Wir kommen in eine Version des Sigmund Freud Parks. Ein Hund kommt uns hinterher, wir laufen davon. Wenn er uns beißt, werden wir wahrscheinlich zu Zombies. Im Hintergrund immer wieder die Stimme seines unsichtbaren Herren "Nur die Gesunden!". Wir versuchen, den Hund mit einem Stecken abzulenken. Ein anderer Hund kommt, wird gebissen. Mehrere halbverfallene Gestalten kommen uns entgegen (keine Zombies, sondern irgendetwas anderes, jedenfalls aber unbrauchbar) - "Nur die Gesunden, hörst du?" - ein resignierter alter Mann - ich verliere alle anderen aus den Augen, es scheint so, als hätten sie bereits das (bilde ich mir ein - sichere) Ende des Parks erreicht, dem ich immer näher komme, es aber nicht erreiche. Bevor der Hund mich erwischt, wache ich auf.

[Nicht sehr subtil, ich weiß. Mein Unterbewusstes agiert so plump, dass es peinlich ist: Der Name (den ich nicht nennen will) ist verhüllt durch anfügen eines A - das weiß ich deshalb, weil ich ihn für meinen Gesprächspartner ausbuchstabiert habe; und dass ich vor einem Hund und seinem unsichtbaren Herren davonrenne, die mich zu einem Zombie machen wollen, und das alles im Sigmund Freud Park, den ich verzweifelt versuche zu verlassen ...]

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Freitag, 3. November 2006
New Life is Newpath!

The city's mightiest megachurch crests silver and blue atop a gentle slope of pale yellow prairie grass on the outskirts of town. Silver and blue, as it happens, are Air Force colors. New Life Church was built far north of town in part so it would be visible from the Air Force Academy. New Life wanted that kind of character in its congregation.

“Church” is insufficient to describe the complex. There is a permanent structure called the Tent, which regularly fills with hundreds or thousands of teens and twentysomethings for New Life's various youth gatherings. Next to the Tent stands the old sanctuary, a gray box capable of seating 1,500; this juts out into the new sanctuary, capacity 7,500, already too small. At the complex's western edge is the World Prayer Center, which looks like a great iron wedge driven into the plains. The true architectural wonder of New Life, however, is the pyramid of authority into which it orders its 11,000 members. At the base are 1,300 cell groups, whose leaders answer to section leaders, who answer to zone, who answer to district, who answer to Pastor Ted Haggard, New Life's founder.

Pastor Ted, who talks to President George W. Bush or his advisers every Monday, is a handsome forty-eight-year-old Indianan, most comfortable in denim. He likes to say that his only disagreement with the President is automotive; Bush drives a Ford pickup, whereas Pastor Ted loves his Chevy. In addition to New Life, Pastor Ted presides over the National Association of Evangelicals (NAE), whose 45,000 churches and 30 million believers make up the nation's most powerful religious lobbying group, and also over a smaller network of his own creation, the Association of Life-Giving Churches, 300 or so congregations modeled on New Life's “free market” approach to the divine.

[...]

Which brings us back to “Order.” Key to the growth of evangelicalism during the last twenty years has been a social structure of “cell groups” that allows churches to grow endlessly while maintaining orthodoxy in their ranks. New Life, for instance, has 1,300 cell groups, or “small groups,” as Pastor Ted prefers to call them. Such a structure is not native to Colorado Springs; in fact, most evangelicals attribute it to Pastor Paul Cho, of South Korea, who has built a congregation of 750,000 using the cell-group structure. American megachurches that have adopted the cell model unaltered have had only partial success.

Pastor Ted's insight was in adapting this system for the affluence of the United States. South Korea, he notes, is on the “front lines” in the war against communism, “so they needed a strong chain-of-command system.” But not so Americans. “Free-market globalization” has made us so free, he realized, that an American cell-group system could be mature enough to function just like a market. One of Pastor Ted's favorite books is Thomas Friedman's The Lexus and the Olive Tree, which is now required reading for the hundreds of pastors under Ted's spiritual authority across the country. From Friedman, Pastor Ted says he learned that everything, including spirituality, can be understood as a commodity. And unregulated trade, he concluded, was the key to achieving worldly freedom.

Free-market economics is a “truth” Ted says he learned in his first job in professional Christendom, as a Bible smuggler in Eastern Europe. Globalization, he believes, is merely a vehicle for the spread of Christianity. He means Protestantism in particular; Catholics, he said, “constantly look back.” He went on: “And the nations dominated by Catholicism look back. They don't tend to create our greatest entrepreneurs, inventors, research and development. Typically, Catholic nations aren't shooting people into space. Protestantism, though, always looks to the future. A typical kid raised in Protestantism dreams about the future. A typical kid raised in Catholicism values and relishes the past, the saints, the history. That is one of the changes that is happening in America. In America the descendants of the Protestants, the Puritan descendants, we want to create a better future, and our speakers say that sort of thing. But with the influx of people from Mexico, they don't tend to be the ones that go to universities and become our research-and-development people. And so in that way I see a little clash of civilizations.”

So the Catholics are out, and the battle boils down to evangelicals versus Islam. “My fear,” he says, “is that my children will grow up in an Islamic state.”

And that is why he believes spiritual war requires a virile, worldly counterpart. “I teach a strong ideology of the use of power,” he says, “of military might, as a public service.” He is for preemptive war, because he believes the Bible's exhortations against sin set for us a preemptive paradigm, and he is for ferocious war, because “the Bible's bloody. There's a lot about blood.”

[Soldiers of Christ. Inside America's most powerful megachurch with Pastor Ted Haggard. Posted on Thursday, November 2, 2006. Originally from May 2005. By Jeff Sharlet.]

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Dienstag, 10. Oktober 2006
So oder so ähnlich ist es auf der Uni

In dem Spiel Zep's Dreamland, geht es um die Traumwelt von Zep; sie gehorcht strengen Regeln und er verliert sich in ihr und kann nicht aufwachen, bis er sie vollständig erforscht und durchquert hat.

---

Terry Gilliams Tideland ist fertig:

Based on the Mitch Cullin novel of the same name, Tideland spins the Alice in Wonderland-on-crack-esque tale of Jeliza-Rose (Jodelle Ferland), a 9-year-old girl who lives with and routinely prepares heroin fixes for her rocker dad, Noah (Jeff Bridges), and chocolate-loving mother, Queen Gunhilda (Jennifer Tilly). Jeliza-Rose has her own quirks: Her best pals are the doll-head finger puppets she converses with relentlessly.

When mom dies suddenly, Noah and Jeliza-Rose head out to Middle America, to Noah's mother's dilapidated home, and here Jeliza-Rose's flights of fancy really take hold, especially after she meets the neighbors: Dell (Janet McTeer), a veil-wearing woman with a strange relationship to bees, and her epileptic, innocent brother Dickens (Brendan Fletcher), who plays in a fantasy world of his own. As is his wont, Gilliam blurs the lines between fantasy and reality, and he rarely flinches.

[Ian Spelling, Terry Gilliam Interview, SCI FI Weekly, 9. Oktober 2006]

---

Frau in Niederlanden auf Operationstisch verbrannt

[...]

Die Frau sei gestern für einen leichten Eingriff am Rücken örtlich betäubt und an dem Tisch festgeschnallt gewesen, als aus vorerst ungeklärter Ursache eine Stichflamme aus einer Instrumentenanlage unmittelbar neben der Patientin hervorschoss.

Die Flammen hätten sich rasend schnell ausgebreitet. Den sechs Anwesenden im Operationssaal sei es nicht gelungen, die Frau von dem Tisch loszuschnallen. Auch ein Versuch des Narkoseassistenten, die Flammen zu löschen, sei fehlgeschlagen. Die Patientin war nach Darstellung des Sprechers während des Brandes bei Bewusstsein.

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Dienstag, 23. Mai 2006
4 Millionen Jahre Mensch, davor 4 Millionen Jahre Sex mit Schimpansen (ungefähr)

Wann gingen Mensch und Schimpanse evolutionär gesehen getrennte Wege? Die endgültige Trennung der zwei Entwicklungslinien liegt einer neuen Erbgutanalyse zufolge weniger lange zurück und war komplizierter als bisher vermutet.

Sie erfolgte laut David Reich vom Broad Institute of Harvard and Massachusetts Institute of Technology in Cambridge und seinen Kollegen vor 5,4 bis 6,3 Millionen Jahren.

Doch die Hominiden (Menschenartige) und Schimpansen, ihre engsten Verwandten, fanden nach dem ersten Bruch immerhin über einen Zeitraum von vier Millionen Jahren immer wieder zusammen, bis sie sich endgültig voneinander lösten.

[Mensch und Schimpanse hatten langen Trennungsweg, ORF ON science, 18. Mai 2006]

Herr M: "Sind wir nicht alle Primaten?"
Ich: "Ja wir sind es doch"

Sagan: Without a drastic change to human nature, I think it's reasonable to doubt that world peace will ever be anything more than a pipe dream. Thousands of years of recorded human history, and look at where we are today. Look at what we are. Genetically, we're not so far from chimpanzees. Are chimps capable of cooperation, compassion, tolerance and compromise? Yes, but they're far more likely to form tyrannical hierarchies and then persecute, rape and kill chimps from other groups. That's deeply ingrained primate behavior. It goes back millions of years. A few thousand years of human culture and philosophy have a hard time standing up to "might makes right." In the animal kingdom, might typically prevails, and our genes know this. They tell us to fight or flee, lead or obey, exploit or be exploited. We can talk about egalitarian utopias all we like, but the aggression lurks within us just the same.

Evolution has a way of recalibrating, so I can imagine a scenario where, without any man-made interference, our genes eventually "catch up" to our loftiest ideals. But how many millions of years will that take? And how long do we have? Technology ups the stakes. A hundred years ago, if you wanted to kill a certain person or tribe, you had no chance of wiping out the entire human race. Now we have enough nuclear arms to annihilate our population many times over. Proliferation is out of control, weapons are unaccounted for, and many nuclear have-nots are actively pursuing the technology to make their own bombs. We are developing newer, deadlier technologies all the time. Mapping the human genome is sure to lead to amazing medical breakthroughs, but consider the flip side: The potential to make horrifying biological agents is greater than ever before. How many weapons have we humans created that we haven't later tested and used?

[John Joseph Adams, Nick Sagan, who sought out new life and new civilizations on Star Trek: The Next Generation, explores a strange new world in Everfree, SCI FI weekly, 08. Mai 2006]

I hate every ape I see
From chimpan A to chimpan Z
No, you'll never make a monkey out of me!
Oh my God! I was wrong!
It was earth, all along!
Yes, you've finally made a monkey
Yes you've finally made a monkey out of me!
I love you, Doctor Zaius!

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Freitag, 21. April 2006
Eine weitere Idee für meine Diplomarbeit (Der Typ war sogar einmal bei uns auf der Uni, aber ich war zu faul) // Was sagt es über mich aus, dass ich ein paar Zeilen über diese ganze Sache gelesen und mir sofort gedacht habe, dass der Mann vollkommen recht hat?

In this trilogy on Nazi psychoanalysis, a continuation of Rickels' research on psychoanalysis and culture, Rickels not only traces the origin, development, and conclusion of psychoanalysis but also argues that psychoanalysis and Nazism are symptoms of modernity itself. "Psy Fi," the final volume of Nazi Psychoanalysis, takes the Nazi imaginary as its central theme. Rickels situates the ineluctable place of Nazi ideology in twentieth-century thought by demonstrating the ways in which the Nazi imagination continues to haunt modern life.

The core thesis of volume three posits one fundamental impulse behind both psychoanalysis and science fiction, which can be found alongside and within the Nazi canon. To support his claims of continuity between modern life and Nazi Germany, as well as of the effects of psychoanalysis on the present age (a project about which he began writing in 1991), Rickels synthesizes a dense collection of supporting material such as literature, films, case studies, psychological warfare manuals, psychoanalytic journals, advertisements, and popular science fiction. Rickels' theoretical edifice is equally diverse, employing Adorno, Benjamin, Brecht, Deleuze and Guattari, Heidegger, and Nietzsche. The bulk of his references are to psychoanalytic texts from WWII and the immediate postwar period. In addition to a wide-range of literary writers such as Goethe, Döblin, Benjamin, Hitchcock, E. T. A. Hoffmann, Huxley, and H. G. Wells, figures such as Daniel Paul Schreber (made famous through Freud's monograph on paranoia), Hans Dominik, a popular German science fiction author who died in 1945, and Paul Nipkow--the Nazis 'adopted' father of television--provide the case studies for this book. As a result, Rickels successfully traces the convergence of psychoanalysis and Nazism and its far-reaching effects on modernity.

[H-Net Review: Jill Gillespie on Nazi Psychonalysis Volume 3: Psy Fi]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 25 Jahre alt und ein kurzsichtiger, leseschwacher, besserwisserischer, aufmerksamkeitsdefizitärer, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter, unkonzentrierter Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Handy, Ziel im Leben, Job, eigene Wohnung, ...), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs, schlechter Verdauung und dem Wunsch, dem Kapitalismus ein Ende zu bereiten (der Sonnenkönig hängt dort oben wegen seines Gesichtsausdrucks und weil er mein erster und bisher bester Kanzler war - sollte sich aber ein gutes Photo finden, könnte er unter Umständen von Lenin ersetzt werden). Mein Lebensmotto ist 'wenn schon, denn schon', was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich sicher nicht weiter verwundert. Ich tue was ich hier tue schon 2014 Tage. Das letzte Mal hat es hier am 07.03.2010 um 22:27 irgendetwas neues gegeben.
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