| wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor |
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Sonntag, 11. Dezember 2011
Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse
23:33h — ‹confessiones›
Ich bin also fertig (und damit Magister der Philosophie) geworden, war ein halbes Jahr auf Arbeitssuche, habe schlußendlich einen Job als Leiharbeiter gefunden — und zwar genau dort und genau das, wo und als was ich vor 12 Jahren Ferialpraktikant war —, habe (ebendort) Vollzeit angefangen, bin im Begriff, mit fast 29 Jahren mit finanzieller Unterstützung meiner Eltern endlich von zu Hause auszuziehen und gehe (lange und verworrene Geschichte, wie es dazu gekommen ist) zwei Mal die Woche zur Psychoanalyse — ob und wie sinnvoll es ist, keine Ahnung. Mehr war nicht. Mehr wird nicht. Zumindest was den Job angeht. Akademische Karriere habe ich schon vor längerer Zeit für mich ausgeschlossen. — Was macht man denn sinnvollerweise (geistes-, kultur und/oder gesellschaftswissenschaftlich) auf einer Universität? Es hat auch nicht viel gebraucht, um mir klar werden zu lassen, dass ich nicht den ganzen Tag in einem Büro und/oder vor einem Computer sitzen will, und dass ich auf gar keinen Fall jemals der Chef von irgendwem oder irgendetwas sein möchte. Jetzt bin ich also Lagerarbeiter, gehöre damit zu den 26 Prozent der hier geborenen männlichen Arbeitnehmer, die für ihren Job nach offizieller Definition „überqualifiziert” sind [Jeder dritte Einwanderer im Job überqualifiziert], verdiene das (per 1.1. um heiße 50 Euro erhöht werdende) kollektivvertragliche Minimum, bin so irgendwie über der Armutsgrenze, und so wird es in der einen oder anderen Form hoffentlich auch bleiben. ... link (0 comments) ... comment Mittwoch, 16. April 2008
Are we gonna split hairs here? (Werden sie wahrscheinlich, wenn sie es überhaupt akzeptieren)
01:45h — ‹confessiones›
Zehn Minuten vor Ende der Frist habe ich die Arbeit weggeschickt. Ich fürchte, dass ich einen ziemlichen Blödsinn geschrieben habe (und außerdem zu wenig). Aber ich habe eine Ausrede (die ich aber besser für mich behalte): Ich habe das Ding im Fieberwahn geschrieben. Nichts besser, als mit knappen 40° über Herrschaftsverhältnisse zu schreiben; könnte gegen Schluss etwas arg geworden sein - Seelen, Körper, Organe, Instrumente, Gewalt, Sklaverei, Biopolitik, Patriarchat, Klassengesellschaft, Repression, Repräsentation, Reproduktion, Distribution, Produktion, Stadtstaaten, Imperien - und das alles mit Aristoteles! //Ich hatte es schon wieder vergessen, aber: Die Analogie zwischen den Verhältnissen Herr-Sklave und Seele-Körper aka despótēs-doûlos und psychḗ-sôma kommt vom alten Aristoteles selbst, also ist zumindest diese Wahnsinnsidee nicht meiner fiebrigen Phantasie entsprungen// Unterstützung in diesen schwindelerregenden Zuständen erhielt ich durch folgende Musikvideos: ... link (0 comments) ... comment Dienstag, 11. März 2008
Das mit dem früh schlafengehen hat nicht so ganz funktioniert
06:40h — ‹confessiones›
Was macht man also in so einer Situation? Und dann? Und dann? Und dann?
Guten Morgen? Und jetzt? ... link (0 comments) ... comment Dienstag, 15. Jänner 2008
Wieder einmal Dienstag (aber: Hoffnung!)
13:07h — ‹confessiones›
Leute schauen mich komisch an. Ich glaube ich stinke schon wieder nach totem Tier. Es könnte auch daran liegen, dass ich den zweiten Philip K. Dick Roman in Serie lese (The Game-Players of Titan nach Clans of the Alphane Moon - darüber später irgendwann mehr. Spätestens zu seinem Todestag /Ich glaube ich weiß jetzt, wie man SciFi schreibt und werde das dann wohl bald auch machen/). Gestern am Abend habe ich die letzte Gelse in meinem Zimmer erwischt. Ich habe schon einen Großteil des Themas für meine Diplomarbeit; was es dann ganz ganz genau wird, wird sich wohl erst bei ganz genauem Hinsehen ergeben, aber so viel ist klar: ich werde die Gramsci-Machiavelli Achse beackern, und dafür Italienisch lernen, und ich weiß auch schon bei welcher dazu befugten Lehrperson ich schreiben werde, und die betreffende Person weiß das auch schon (hat mir sogar von sich aus angeboten, bei ihr zu schreiben), und ich habe auch schon die ersten merkwürdigen Sachen gefunden: "According to his pupil Emmanuel Terray, [Louis Althusser] once confessed that Machiavelli was 'without doubt the author who has most fascinated me, much more so than Marx'." [Gopal Balakrishnan, From Florence to Moscow, New Left Review 3] Ich versuche weiterhin, diese Sache hier anzugehen. - [Nachtrag: Oder auch nicht]
... link (0 comments) ... comment Samstag, 8. Dezember 2007
Worte zum Freitag
01:52h — ‹confessiones›
Idee für ein T-Shirt: "Mein Fetisch ist kulturbildend" (eventuell mit Zusatz "und deiner nicht") "Möchtest du deine Beziehung etwa auf Lügen aufbauen?" - "Eher auf Andeutungen und Halbwahrheiten." "Aber Macht befriedigt nicht!" - "Macht ist die Bedingung der Möglichkeit von Befriedigung." [Nachtrag: Weil tatsächlich jemand gefragt hat: er ist Cary Grant, sie ist Audrey Hepburn, der Film ist Charade] ... link (0 comments) ... comment Mittwoch, 7. März 2007
Es war meine Jacke
11:52h — ‹confessiones›
, die gestern so gestunken hat, als wäre etwas darin verreckt. Ich selber habe es nicht gerochen und ich wäre auch nie draufgekommen, wenn meine Mutter sie nicht mit dem Hinweis auf den bestialischen Gestank einer Notwäsche unterzogen hätte. Hoffentlich ist jetzt wieder alles in Ordnung. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat - aber ich habe den Semsteranfangsangstschweiß im Verdacht. ... link (0 comments) ... comment Montag, 18. Dezember 2006
Bevor ich endlich schlafengehe muss ich es noch allen mitteilen:
03:22h — ‹confessiones›
Ich habe heute 4 (in Worten: vier!) e-Mails geschrieben. Damit habe ich es noch knapp vor Jahresende geschafft, in diesem Jahr eine zweistellige Anzahl davon zu produzieren. Ich bin unheimlich stolz auf mich. Ich bin sicher, dass ich jetzt gut schlafen werde können in dem Bewusstsein, so kommunikativ zu sein wie noch nie zuvor in meinem ganzen Leben nicht. ... link (1 comment) ... comment Mittwoch, 4. Oktober 2006
Ich will nicht zurück auf die Uni
01:16h — ‹confessiones›
Ich fürchte mich [und ich wäre viel lieber ein Holzfäller] [Ich habe mich selbst übertroffen. Nicht nur, dass ich mich wie jemand aufgeführt habe, der seine Murmeln nicht beeinander hat - ich habe mich aufgeführt wie jemand, der seine Murmeln nicht beeinander hat und weder lesen noch zählen kann und es auch nicht einmal schafft, den Eindruck zu erwecken, lesen oder zählen zu können. Ein neuer Tiefpunkt selbst für meine Verhältnisse.] ... link (2 comments) ... comment Montag, 21. August 2006
Gerade gesehen
04:34h — ‹confessiones›
Long Hello And Short Goodbye. Kritiken haben sich an der Story (platt, nicht vorhanden, löchrig) und den Dialogen (schwachsinnig, stumpf) gestoßen. Ist mir eigentlich ziemlich egal. Guter Film. Und weil ich gerade noch wach bin und der Download noch so lange dauert: Ich habe mich vor langer Zeit mit dem Gedanken angefreundet (nachdem ich ihm vor noch längerer Zeit bereits das Du angeboten hatte), dass es unter den Menschenfrauen dieser und anderer Welten nur eine handvoll geben dürfte, die ihr Leben nicht in geschlossenen Anstalten fristen und trotzdem verrückt genüg wären, sich dauerhaft mit mir einzulassen. Und dass ich umgekehrt fast allen Frauen, die mir begegnen, nicht einmal eine Haarspitze von mir in die Hände legen möchte. Weiters habe ich mich auch mit dem Freund dieses nunmehr befreundeten Gedanken angefreundet (wir waren da allerdings gleich per Du), dass alles, was zwischen mir und irgendeiner Frau auf irgendeiner Ebene, die über die sachliche hinausgeht, passiert, sich rein in meinem Kopf abspielt und auch dort bleiben wird. Ob mir also eine Studienkollegin ein eindeutiges Angebot macht (was nicht passiert ist), oder ob ich im Traum eine alte Flamme auf dem Rücken von Wien bis zu einer Party in meinem Dorf trage (was tatsächlich passiert ist), macht keinerlei Unterschied für mich. Für den Moment und die absehbare Zukunft bin ich von diesen beiden Gedanken nicht abzubringen. Folglich ist es auch unerheblich für mich, wie realistisch oder wahrscheinlich meine Vorstellungen und Phantasien sind, da ich mir darum, ob es solche Frauen, wie ich sie mir gerne vorstelle, überhaupt gibt, und ob ich sie jemals treffen werde, und ob sie dann überhaupt etwas von mir wissen wollen, keine Sorgen mache. Denn selbst wenn es sie gibt (und für das Protokoll: Es gibt sie.), und wenn ich sie treffe, und sie etwas von mir wissen wollen, wird trotzdem nichts daraus folgen. Ich wüsste nicht wie. Download ist fertig. Gute Nacht. [Frau D., dass ich gestern plötzlich offline war, lag daran, dass mich ICQ im Stich gelassen hat.] ... link (0 comments) ... comment Dienstag, 21. März 2006
Is that the poet, the philosopher, or the Indianapolis Motor Speedway historian?
00:42h — ‹confessiones›
Ja bitte, ich möchte das Bier gewinnen, deshalb hier meine Antwort auf die Frage: "Wieso studiere ich Philosophie?" Dazu muss ich einleitend festhalten, dass die akuten Sinnkrisen zu den letzten Semesterbeginnen deutlich schlimmer waren und ich jetzt bereits etwas desensibilisiert bin. Als dann: Ich habe keine Ahnung. Ich kann nicht einmal die Frage beantworten, warum ich Philosophie zu studieren begonnen habe, nicht zu denken an die ernsthafte Beantwortung der so schwerwiegenden Frage, warum ich es immer noch tue. Denn einerseits sind die Berufsaussichten trist, andererseits werde ich auch nicht in absehbarer Zeit damit fertig werden. Am Ende dieses Semesters werde ich volle vier Jahre studiert haben und der Diplomarbeit noch keinen Schritt näher gekommen sein. Weiters kann ich berichten, dass die wenigen tatsächlichen Interessen, die ich in philosophischer Hinsicht hege, mich entweder am Fortkommen im Studium hindern, oder - um Ersteres abzuwenden - elendiglich zugrundegehen werden. Um das ganze zu einem schnellen Ende zu bringen: Ich sehe in der Fortsetzung meines Studiums nicht den geringsten Sinn; einzig die Chance einer Möglichkeit der Hoffnung auf die Perspektive, irgendwann wenigstens einen Magister davonzutragen, lässt mich weitermachen. Abschließend möchte ich noch festhalten, das mir bei sowas die Galle hochkommt: [A courteous and respectful debate between a theist and atheist] [Boing Boing ist trotzdem super] ... link (0 comments) ... comment ... next page
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![]() Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 28 Jahre alt und ein kurzsichtiger, wenig- und langsamlesender, aufmerksamkeits- und noch vielgestalt andersgestörter, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter und unkonzentrierter stummer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Ziel im Leben, eigene Wohnung, geregeltes oder sonstwie geartetes Geschlechtsleben, usw …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs und Stoffwechsel sowie dem starken Wunsch, Drängen und Verlangen, der bürgerlichen Gesellschaft doch noch ein Ende zu bereiten (warum dennoch der Sonnenkönig dort oben hängt, darf jeder für sich selbst ausknobeln). In Ermangelung eines besseren ist mein Lebensmotto ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich weiß nicht, was ich mit diesem Blog eigentlich will, aber ich schreibe es mit kleineren und größeren Unterbrechungen doch schon seit 2711 Tagen, und so lange es mich noch freut, wird weitergeschrieben. Das letzte Mal hat es hier am 11.12.2011 um 23:33 irgendetwas neues gegeben. status
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