wenn ich groß bin, werde ich science fiction autor
Samstag, 22. August 2009
Niederschlagende Wochenendlektüre

Mit ernsten Mienen sitzen die Experten um den runden Tisch und beratschlagen, was am besten für eine sei. Der Fitnesstrainer ist entsetzt: schrecklich außer Form, also ausdauernd laufen, viel Workout. Der Schönheitschirurg überlegt: Erst ein kleiner Schnitt in die Brust, ein Implantatchen, straffen, dann Fettabsaugen an Bauch und Po, ebenfalls straffen, und später noch die Oberschenkel in Form bringen. Die Psychologin wägt ab: Selbstbewusstsein im Keller, Komplexe über Komplexe, daher intensives Motivationscoaching, zur Entspannung Qigong. Der Zahnarzt lächelt: erstens Zähne regulieren, zweitens Zahnfleischerneuerung, drittens bleichen. Die Ernährungsberaterin entscheidet: Diät, Schonkost, überdies Schluss mit dem Rauchen. Die Experten haben gesprochen. Sie sind sich einig, wie aus einem hässlichen und niedergeschlagenen Entlein ein prächtiger Schwan werden kann. Damit es niemand vergisst, wird das So-nicht-Bild der Umzumodelnden auf den Bildschirm projiziert. Die Problemzonen sind rot eingekreist, daneben werden stichwortartig die Behandlungsmethoden aufgelistet.

Wer sich einmal in der Vormittagswelt der deutschen Privatsender verfängt, wird in dieser Form der Blendung und wechselseitigen Verblendung etwas anderes finden: ein Zurichtungsfernsehen, das direkt aufs Leben zielt, ein im Wortsinne perverses Bildungsfernsehen. Pervers heißt ja nichts anderes, als sich zum Mittel eines heterogenen Zwecks zu machen. Dieser Zweck ist die kapitalistische Verwertung, die Aneignung fremder Arbeitskraft und -zeit, von Wissen und, wie man heute sagt, sozialer wie emotionaler Intelligenz. Unter dem Bildungsauftrag, den die privaten von den staatlichen Sendern übernommen und in einen streng ökonomischen verwandelt haben, heißt das: Einschulung via Telekommunikation ins Mittelwerden, Installierung von Selbstkontrolle, Einübung in den Konformismus. Dieser Bildung geht es um das genaue Gegenteil von Entfaltung, Kontakt zu sich oder zweckfreiem Aneignen von Kultur und Wissen, um sich von heterogenen Zwängen zu emanzipieren.

[...]

Die problematischen Kandidatinnen von The Swan kommen seit Jahren in ein Camp, in dem es bis auf weiteres nur blinde Spiegel gibt. Sie sollen vergessen, wie sie einmal ausgesehen haben. Der Plan ist ins Werk gesetzt, auf geht es zu den ersten Operationen, zum Workout, zum mentalen Training. Der Diskurs der Experten weist den Weg: Wo Problemzone war, soll Reibungslosigkeit werden. Die Umzumodelnde soll für die Anforderungen des verschärften Wettbewerbs fit gemacht werden, um nicht auf der Strecke zu bleiben und zur Belastung des Sozial- und Gesundheitswesens zu werden. Das ganzheitliche Programm zielt auf körperliche Normalisierung, wobei die Norm dem gekreuzten Blick von Schönheits- und Gesundheitsökonomie geschuldet ist sowie auf psychische Belastbarkeit. Das Ich soll Mittel zum Zweck der Ökonomie werden, einsetzbar, wo immer es im stotternden Produktionsprozess gerade gebraucht wird. Die Qualen und die konsequente Arbeit auf dem Weg zum rundum erneuerten und höher notierten Ich sollen als unausweichliche und von nun an dauerhafte Anstrengung verinnerlicht werden. Dabei wird die Kandidatin nicht für "den Mann" umgewandelt; die meisten Kandidatinnen haben Familie. Sie wird fürs Bewerbungsgespräch ausgebildet.

Da geht es um Selbstpräsentation, um gewinnendes Auftreten - da kommt die vermaledeite Psyche ins Spiel, die ein für alle Mal zu begreifen hat, dass alle Probleme ausnahmslos in ihr selbst verschlossen seien. Aber Körper und Geist aufzupolieren kostet nicht nur Anstrengung, sondern in erster Linie Geld. Lässt man sich beim Umbau filmen, ist er kostenlos; seitdem eine Regulierung der Zähne, wie Gesundheit überhaupt, wieder mehr als etwas kosten soll, keine Selbstverständlichkeit. So wird das Schönheits- zum Resozialisierungsprogramm. Das Fernsehen als moralische Anstalt, als Besserungsanstalt: Wie ich ein nützliches Mitglied des menschlichen Marktes werde.

[...]

Dergestalt erscheint der Mensch als heillos verlorenes Mängelwesen, das mit seiner Zeit nicht Schritt halten kann. Ist der alte Mensch zu schlecht für die neue Form des Kapitalismus? Nachdem der sich zu transformieren begonnen, seine Aufmerksamkeit von der industriellen auf die immaterielle Produktion verschoben hat, müssen sich die vielen transformieren. Die Widerspenstigen müssen sich eben transformieren lassen. Zu unflexibel, zu träge, zu wenig Selbstbeherrschung - der zeitgenössische Mensch scheint für sein Wirtschaftssystem immer ungeeigneter zu sein. Was man im Kalten Krieg gegen den sogenannten Kommunismus ins Treffen führte, dass der Mensch nicht für ihn geschaffen sei, kehrt sich heute gegen das, was mit Neoliberalismus unscharf umrissen ist. Unter den Augen der vielen sollen nichtfunktionierende Individuen zu neuen Menschen gemacht werden, um den Anforderungen der Jetztzeit gewachsen zu sein. Die Anrufung ergeht an die, die noch immer auf der Couch liegen: Auch ihr könnt es schaffen! Nur wenn ihr nicht bereit seid, euch so zu ändern, dass aus euch brauchbare Mitglieder des menschlichen Marktes werden, fallt ihr aus der virtuellen Gemeinschaft der Zählenden.

[Clemens Berger, Suche nach neuen Menschen, Der Standard, 22./23. August 2009]

Dem ist eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass dieses Phänomen auch in der „Hochkultur” seine Entsprechung findet; etwa in Form des Buches »Du mußt dein Leben ändern« des „Philosophen” (ein Rezensent nannte ihn zutreffender „Bundestrainer”) Peter S., der nur noch knapp davon entfernt ist, die Vernichtung der Unnötigen zu fordern.

Natürlich ist die „hochkulturelle” Version der Anpassung der Unterschichten an die wechselnden Erfordernisse des Kapitalismus wesentlich anspruchsvoller - ein einfaches „Es ist halt so und da kann man nun mal leider Gottes nichts machen” reicht da nicht. Da braucht es einen nietzscheanischen Kapitalismus, zu dem im Falle des Peter S. noch - um die geplagten Leiber und Seelen der geneigten Damen und Herren Leistungsträger geschmeidig zu erhalten - die Techniken des Selbst des altindischen Bürgertums kommen.

Zu den Techniken des Selbst des altindischen Bürgertums ist nicht viel zu sagen. Es sind die Praktiken und Ideologien eines Bürgertums, das - wie man früher gesagt hat - „historisch versagt” und sich ganz auf sich selbst zurückgezogen hat. Optional ist eine Kosmologie, die die bestehenden Eigentums- und Machtverhältnisse (und damit die - trotz der schmerzlich empfundenen individuellen Machtlosigkeit - privilegierte Stellung dieses Bürgertums gegenüber dem gewöhnlichen Volk) rechtfertigt und das nicht-Handeln zur obersten Tugend erklärt.

Die Grundzüge des zunehmend beliebteren nietzscheanischen Kapitalismus sind schnell aufgezählt: Gleichheit und andere politische Ideale sind etwas für Schwächlinge, zeugen von der Sklavenmoral etc. erdrücken das wahre schaffende Individuum usw.; die wahre Schaffenskraft des (gewöhnlichen) Individuums erschöpft sich in der Lohnarbeit; jedes Einkommen egal wie hoch oder niedrig ist per Definition gerecht, weil durch gerechten Tausch zustandegekommen (ergo: die Reichen sind zu recht reich und die Armen sind zu recht arm); der Sozialstaat und diese widerlichen Gewerkschaften behindern diesen gerechten Tausch und stehen so der vollen Entfaltung des Kapitalismus entgegen, der an sich zu Stabilität und Vollbeschäftigung tendiert; die Förderung der eigenverantwortlichen Entwicklung der Individuen erfordert es daher, den Sozialstaat komplett abzubauen und die vom Kapitalismus produzierte menschliche Ausschussware (auch in deren eigenem Interesse) voll und ganz sich selbst und der Disziplinierung durch den Markt zu überlassen. -- Bei Bedarf (wie das anscheinend bei Peter S. hin und wieder der Fall ist) gibt man - wenn es unbedingt sein muss - auch zu, dass der Kapitalismus an sich nicht zur Vollbeschäftigung tendiert, und auch nicht allzu stabil ist, aber das ändert dann auch nicht mehr viel - Revolution der Besitzenden! Krieg gegen die Unproduktiven! //Wer es nicht glaubt, der Suchbegriff lautet: „Die Revolution der gebenden Hand” - aber Vorsicht! - das ist wirklich und ehrlich höherer Schwachsinn, nach dessen Lektüre man weniger weiß als vorher; was Herr S. da von der linken Theorie des Eigentums daherschwafelt, ist komplett an den Haaren herbeigezogen bzw. schlicht gelogen//

Wer von diesem degenerierten Subjekt nicht genug bekommen kann, kann in der Jubiläumsausgabe der Zeitschrift »Das Argument« einen langen Artikel von Jan Rehmann und Thomas Wagner über „Sloterdijks Weg vom Zynismus-Kritiker zum Herrschaftszyniker” lesen. Einige Ausschnitte:

Schon damals lassen sich jedoch Ansatzpunkte identifizieren, an denen sich der Umschlag von der Zynismuskritik zum zynischen Umgang mit Texten und Ideen andeutet. Einer davon ist ein Anti-Marxismus, der den sowjetischen Gulag nach dem Muster der ›Nouveaux Philosophes‹ auf das »marxsche Wissen« zurückzuführen versucht. Dieses sei trotz mancher emanzipierender Aspekte in seinem Streben nach »Herrschaft über die Dinge« von vornherein »Herrschaftswissen« gewesen (1983, 185). Hierzu macht Sloterdijk sich Althussers These von einem »Bruch« zwischen dem frühen (humanistischen) und dem späten (historisch-materialistischen) Marx zu eigen, re-interpretiert ihn aber als einen zwischen einer »kynisch-offensiven, humanistischen, emanzipatorischen Reflexion und einer objektivistischen herrenzynischen Reflexion« (187), einer »staatsmännischen« und »großtheoretischen« Seite, die die »linke«, »revoltische« Seite niederdrücke (190). Diese »Selbstverdinglichung« wird als eine Art exterminatorische Gewalt geschildert – in seiner Polemik gegen Stirner und Bakunin gehe Marx z.B. »über Leichen« (189) –, so dass der Leser nicht mehr verwundert ist, wenn Sloterdijk hier bereits die Moskauer Schauprozesse mit ihren falschen Geständnissen angelegt sieht (195f). In seinem Eifer, die Grenzen zwischen Polemik und physischer Vernichtung einzureißen, schreckt er auch nicht vor der vulgären Psychologisierung zurück, den Bruch bei Marx unmittelbar mit Althussers psychotischer Persönlichkeitsspaltung zu assoziieren und für den Mord an seiner Frau Hélène verantwortlich zu machen (186f), so dass er ihn als einen »Nachtrag zur Psychopathologie des Marxismus« allgemein deuten kann (197).

Als einzige philologische Belegstelle für die »zynische Tendenz« bei Marx zitiert Sloterdijk einen Satz aus einem Brief von Marx an Ruge aus den Deutsch-Französischen Jahrbüchern: »›... der Kommunismus hat andere sozialistische Lehren ... nicht zufällig gegen sich entstehen sehen, weil er selbst nur eine besondre, einseitige Verwirklichung des sozialistischen Prinzips ist.‹ (MEW 1, S. 344)« (1983, 197). Sloterdijk schlussfolgert, dass ein Wissen, das bewusste Einseitigkeit als Wahrheit ausgebe, von einem »ungeheuren Willen zur Macht zerfressen« sei und damit sein eigenes »Pathos der Erkenntnis« dementiere (ebd.). Freilich beruht dieser Versuch, den ›wirklichen‹ Marx mit Hilfe des nietzscheschen »Willen zur Macht« zu verstehen, auf einer sinnverkehrenden Zitatmanipulation. Denn der als »einseitig« bezeichnete Kommunismus ist im Originalzitat der »Kommunismus, wie ihn Cabet, Dézamy, Weitling etc. lehren«, d.h. eine »dogmatische Abstraktion«, von der Marx sich gerade abgrenzt, weil er es ablehnt, »dass wir eine dogmatische Fahne aufpflanzen«. Stattdessen fordert er die »rücksichtslose Kritik alles Bestehenden« (MEW 1, 344): »Wir treten dann nicht der Welt doktrinär mit einem neuen Prinzip entgegen: Hier ist die Wahrheit, hier kniee nieder! Wir entwickeln der Welt aus den Prinzipien der Welt neue Prinzipien.« (345) Text und Interpretation stehen also in diametralem Gegensatz: Die »Einseitigkeit«, mit deren Hilfe Sloterdijk eine philosophische Gemeinsamkeit mit dem Faschismus zu belegen versucht (1983, 197), wird von Marx selbst als »Dogmatismus« abgelehnt, und zwar im Namen einer Kritik, die Sloterdijk soeben noch als »linke, revoltische, vitale, [...] ›kritizistische‹ Seite«, ja sogar als »letztlich ›weiblichen‹ Teil seiner Intelligenz« gerühmt hat (190).

[...]

Die Passagen zeigen exemplarisch, wie Sloterdijk es bewerkstelligt, den globalisierten Kapitalismus, den er im Gestus radikaler Illusionslosigkeit vorstellt, zugleich zu einer Schicksalsmacht zu erhöhen, die gegen jede theoretische und praktische Kritik abgesichert ist. Wie er selbst erklärt, ist die philosophische »Lagebesprechung«, die er zunächst als Ausstieg aus dem philosophischen Elfenbeinturm eingeführt hat, »an die Stelle der Kritik getreten« (218). Dies hängt mit seiner Entscheidung zusammen, den kapitalistischen »Kristallpalast« als Endzeit zu bestimmen. Tatsächlich hat er sich Fukuyamas triumphalistischer Ideologie eines »Endes der Geschichte« angeschlossen: Nur die »terrestrische Globalisierung« verdiene es, in einem philosophisch relevanten Sinn »Geschichte« oder »Weltgeschichte« genannt zu werden, denn nur hier vollziehe sich die Geburt des Weltsystems, das Drama der Erschließung der Erde, und zwar im Modus erfolgreicher kolonial-imperialistischer »Einseitigkeit« (28, 246ff). Mit der elektronischen Globalisierung seien wir in die »Nachspielzeit« der Posthistoire eingetreten. Die geschichtemachende Potenz der europäischen Expansionsträger sei erloschen (258), an die Stelle der einseitigen Erstschläge, Ausfahrten, Übergriffe seien die »Rückkoppelungen« und »Nebenwirkungen« getreten: jetzt gebe es nur noch Weltnahme als »Selbstzurücknahme«, ein Netzwerk wechselseitiger Hemmungen, die jede einseitige Aggression ausschließe (23f, 258, 296). Geschichte werde zum Schnee von gestern (259), weil das Weltsystem sich nun als »Komplex von rotierenden und oszillierenden Bewegungen« stabilisiere, »die sich aus eigenem Schwung erhalten« (217). Wer von Globalisierung spreche, könne daher »ebensogut vom ›Schicksal‹ reden« (218), und diesem könnten sich die Globalisierungskritiker ebenso wenig entziehen wie die Gegner der Erdrotation sich dagegen wehren könnten, »den täglichen Umlauf des Bodens unter ihren Füßen mitzumachen« (219).

[...]

Es ist ein zynischer Blick, der hier von oben auf die Bewegungen und Organisationen der Beherrschten geworfen wird. Schon Nietzsche hatte seinen Ressentimentbegriff so angelegt, dass er sich auf die verschiedensten Haltungen widerständiger oder ausharrender Handlungsfähigkeit von unten überhaupt ausdehnte. Nach dieser Vorlage führt auch Sloterdijk jedes Aufbegehren von unten, jede Hoffnung auf Erlösung, jeden Traum vom besseren Leben auf die Sublimierung von Hass und Rache zurück. Wenn er den Zornigen, der sich vorläufig zurückhält, für den ersten hält, »der weiß was es bedeutet, etwas vorzuhaben« (97), hat er die menschliche Antizipations- und Projektfähigkeit selbst ins zurückgestaute Ressentiment aufgelöst. Ein Engagement aus Lebensbejahung und Liebe ist für ihn von vorneherein undenkbar. Sobald er bei Engels, bei Rosa Luxemburg und anderen Revolutionären auf Haltungen einer »militanten Heiterkeit« stößt, muss er sie sofort zum bloßen Zorn-Mittel degradieren: Wenn die Heiterkeit ein Bündnis mit dem Aufruhr schließt, dann »um diesem sein Geschäft zu erleichtern« (175). Marx hatte wiederum eine »von Hass und Ressentiment geprägte Persönlichkeitsstruktur« und »Zorn genug, dass es für alle, die in seine Spuren treten wollten, reichen sollte« (205f). Nachdem Sloterdijk den Gerechtigkeitsbegriff aus der »jüdischen Zornschaftsbildung « abgeleitet hat (136), kann er schließen: »Wo der Neid das Gewand der sozialen Gerechtigkeit überstreift, kommt eine Lust an der Herabsetzung zum Zuge, die schon die Hälfte der Vernichtung ist.« (257)

[...]

Sloterdijk offenbart eine atemberaubende Fähigkeit, die geschichtlichen Zusammenhänge in ihr Gegenteil zu verkehren. Während er führende Intellektuelle der ›Konservativen Revolution‹, die sich im unmittelbarsten Sinne als ideologische Wegbereiter des Faschismus betätigt haben, als Vordenker für heutige Weltprobleme zu rehabilitieren versucht14, beschuldigt er die westliche Linke nach 1945, sie spielte das Spiel des Antifaschismus, um von ihrer Mitschuld an den Verbrechen des Stalinismus abzulenken (2006, 259). Aber während die Linken im globalisierten Kapitalismus über keine zentrale »Zornbank« mehr verfügen, hat er für die Projektion der eigenen Hasspotenziale schon die neuen Feindbilder ausgemacht: die »negative Grundsuppe«, die der Vandalismus der Pariser Banlieue Unruhen an die Oberfläche gebracht hätte (329), die »von zornigen jungen Männern überbevölkerten Staaten des Nahen und Mittleren Orients und anderswo« (71), die von dort in unseren ›Weltinnenraum‹ eindringenden »versteinerten Gaststudenten«, die sich in den Vorstädten »den Sprengstoffgürtel um[schnallen]« (75), die »Sammlungsbewegungen der kampfbereiten Unzufriedenen und der energischen Überflüssigen« (68f). Sloterdijk gibt zu verstehen, dass man angesichts dieser Bedrohungen auf militärische Lösungen wohl nicht verzichten können wird: »Selbst Kenner der Lage besitzen heute nicht die geringste Vorstellung davon, wie der machtvoll anrollende muslimische youth bulge, die umfangreichste Welle an genozidschwangeren Jungmännerüberschüssen in der Geschichte der Menschheit, mit friedlichen Mitteln einzudämmen wäre.« (347)

Sloterdijk hat die pseudokritisch offengelegte soziale Apartheid des »Weltinnenraums « zu seinem eigenen Anliegen gemacht. Was Nietzsche als sozialen Träger der jüdisch-christlichen Ressentimentmoral ausgemacht hatte, nämlich eine internationale Tschandala in Gestalt »einer Gesamtbewegung der Ausschuss- und Abfalls-Elemente aller Art« (KSA 6, 231), findet der Nietzscheaner des 21. Jahrhunderts in der sozialen Basis des politischen Islams wieder: »ein aufgebrachtes Subproletariat [...], schlimmer: eine desperate Bewegung aus ökonomisch Überflüssigen und sozial Unverwendbaren« (2006, 347).

[Jan Rehmann und Thomas Wagner, „Sloterdijks Weg vom Zynismus-Kritiker zum Herrschaftszyniker”, Das Argument 280]

Hoffentlich hat irgendwann demnächst jemand den Mut (und die Argumente), diesen Dreckssack hochöffentlich dorthin zu stellen, wo er hingehört. Herr Kehlmann? Herr Menasse? Herr Köhlmeier?

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Freitag, 27. März 2009
Ich habe noch nie jemanden im Fernsehen so betoniert gesehen
[Aber dem kann ich mich anschließen: Leben wie Larry!]

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Freitag, 12. September 2008
Die Eulen sind nicht was sie scheinen

Ich bin endlich auch dazu gekommen, mir Twin Peaks anzuschauen. Leider hat der DVR nach den ersten fünf Minuten der 5. Folge der 2. Staffel die Aufnahme gestoppt; somit ist hier für mich vorerst Endstation. Naja ... ich hatte sowieso vor, mir die DVDs zu kaufen.

Jedenfalls: Großartig! Keine Ahnung, was man dazu sonst noch sagen kann. Naja das: Ich habe Twin Peaks irgendwann einmal als kleines Kind gesehen. Ich glaube meine Eltern haben mich ins Bett geschickt und ich habe mich ins Wohnzimmer zurückgeschlichen und hinter dem Sofa versteckt - damals stand das noch mit dem Rücken zur Tür. Und wie bei einigen anderen Filmen und Serien auch, kann ich mich an eine bestimmte Szene erinnern. Die war aber bis jetzt nicht dabei. Ich bin dahingehend aber sehr zuversichtlich. Und ich bin mir auch sicher, dass die tatsächliche Szene besser ist als die, die ich in meinem Kopf habe. Bei anderen Filmen und Serien war das nicht immer so.

[Ich stelle befriedigt (und etwas beleidigt) fest, dass ich nicht der einzige Mensch auf der Welt bin, der in seiner Serie eine Serie-in-der-Serie hat, die irgendwie irgendetwas mit den Vorgängen der Serie selbst zu tun hat; die Ideen dazu sind mir übrigens - Überraschung! - im Traum gekommen]

[Nett ist auch der kleine David Lynch, der Enkel der alten Frau im Bett, die keinen gekochten Mais mag]

[Und FBI Special Agent Dale B. Cooper kommt auf die Liste der wiederentdeckten Helden meiner Kindheit]

[Überhaupt dürfte Twin Peaks damals schon einen ziemlichen Eindruck auf mich gemacht haben und ich dürfte wohl im Laufe meines Lebens unterbewusst nicht nur mich selbst mit Agent Cooper, sondern auch eine ganze Mengen von den Leuten, die mir so untergekommen sind, mit Personen aus der Serie assoziiert haben; das würde zumindest einiges in Bezug auf mein Liebesleben (oder den Mangel desselbigen) erklären]

[Und es überrascht sicher niemanden, dass Twin Peaks es inzwischen auch schon in meine Träume geschafft hat. Bis jetzt aber nichts aufregendes]

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Sonntag, 1. Juni 2008
The revolution will be televised (on a children's channel)
//Subversion ist eine elitäre (und sehr intime) Form der Unterordnung unter das System//

Weil Rocco's Modernes Leben letzte Woche durchgelaufen ist und sie jetzt wieder mit den Biber Brüdern angefangen haben eine kurze Zusammenfassung einer meiner Lieblingsfolgen, die sogar am Montag schon gelaufen ist:

Dag wird zum neuen Ranger gewählt und errichtet eine Herrschaft des Schreckens. Auf Veranlassung von Norb gehen alle Tiere des Waldes in den Untergrund und gründen eine Widerstandsgruppe. Es stellt sich schnell heraus, dass Norb das macht, um seinen Bruder vor den anderen zu schützen, die mehr und mehr auf einen gewaltsamen Umsturz drängen; und zwar macht er das, indem er sie dazu bringt, ihre Energien auf subversive Aktionen zu verwenden. Schlussendlich kann er aber die Revolution nicht aufhalten; das Volk stürmt Dags Festung und Norb wird gezwungen, sich offen auf die Seite seines Bruders zu schlagen. Dag wird gestürzt und beide werden ins Exil verbannt.

[Hier kann man sich die Folge in voller Länge ansehen]

[Unnötig zu erwähnen, dass ich der Aussage dieser Folge voll und ganz zustimme - Subversion ist eine elitäre (und sehr intime) Form der Unterordnung unter das System]

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Mittwoch, 28. Mai 2008
J. G. Ballard meets SpongeBob

[Weil tatsächlich jemand gefragt hat: Die Folge heißt Die SteinBobs bzw im Original SpongeHenge]

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Sonntag, 13. Jänner 2008
Death to Videodrome! Long live the New Flesh!

Videodrome

Videodrome

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Sonntag, 21. Oktober 2007
Starship Troopers gefällt mir von Mal zu Mal besser - eine Geschichte aus dem faschistischen Utopia

Die Welt ist zum größten Teil weiß, spricht Englisch, spielt Football, auch in Buenos Aires oder sonstwo; die Todesstrafe wird praktiziert und ihre Vollstreckung weltweit live übertragen. Eine Geschichte von jugendlicher Rebellion: der junge Supermann mit genug Kinn für eine ganze Kompanie lässt sich auch von seinen Eltern nicht davon abhalten, seine Pflicht zu tun; er tritt immer und überall für Recht und Ordnung ein und man weiß sofort: aus dem wird was; dazu das obligatorische Capture-the-Flag Spiel, das mit einem Football Spielzug gewonnen wird. Ebenfalls obligatorisch: der tödliche Unfall beim ersten Training mit scharfer Munition - die Folge: "administrative Bestrafung" = öffentliches Auspeitschen. Dann will er seinen Dienst quittieren, doch - oh weh! - vor seinen Augen wird seine Heimatstadt ausgelöscht - während er gerade mit seinen Eltern spricht! Klare Sache: "Sorgen wir dafür, dass Menschen und nicht Insekten die unumstrittenen Herrscher im Universum sind!" Später dann zu erhebender Musik: "Wir radieren dort unten alles aus! Alles, was mehr als zwei Beine hat, wird sofort erschossen!"

[Ein Hinweis auf das, was der eigentliche Hintergrund des Ganzen ist: die "Arachnoiden-Quarantänezone"]

Und das allerbeste: alle tragen diese wunderbaren Naziuniformen und Frauen und Dunkelhäutige dürfen auch mitmachen! Plus der weinerliche General, der sein verdientes Ende bekommt. Und der aggressiv dämliche Fernsehkommentator und noch vieles mehr.

Paul Verhoeven hat wirklich einen tollen Film gemacht. Es sollte mehr Filme geben, deren Aussage ist: "Wenn Dir das hier wirklich gefällt, bist Du ein Faschist".

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Mittwoch, 17. Oktober 2007
Es ist nicht gut, wenn Fernsehen von Leuten gemacht wird, die entweder eine zu kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, oder ein schlechtes Gedächtnis, oder sich überhaupt nicht für ihre Arbeit interessieren

Gestern hat der ORF unter dem Titel Gegen die Unvernunft ein Porträt von Amos Oz gezeigt. Viel zu Herz gehendes Geschwafel über Extremismus und so, das vielleicht nicht ganz so hohl geklungen hätte, hätte Amos Oz den Libanonkrieg 2006 bekämpft, oder wenigstens abgelehnt. Das Gegenteil war aber der Fall:

Als die Regierung diesen Krieg begann, wurde sie von einer eindrucksvollen Reihe von Schriftstellern unterstützt. Amos Oz, A.B.Yehoshua und David Grossman, die regelmäßig als politisches Trio erscheinen, unterstützten wieder gemeinsam die Regierung und nutzten ihre beträchtlichen verbalen Talente, um den Krieg zu rechtfertigen. Das genügte ihnen aber noch nicht: einige Tage nach Beginn des Krieges veröffentlichten die drei gemeinsam eine Annonce in den Zeitungen, in der sie ihre Unterstützung des Krieges begeistert zum Ausdruck brachten.

Ihre Unterstützung war nicht nur passiv. Amos Oz, ein Schriftsteller mit großem literarischem Prestige weltweit, schrieb einen Artikel zugunsten des Krieges, der in bedeutenden ausländischen Zeitungen erschien. Ich würde mich nicht wundern, wenn ihm "jemand" beim Verteilen geholfen hat. Auch seine beiden Kollegen waren aktiv dabei, den Krieg zu propagieren, zusammen mit vielen andern Schriftstellern wie Yoram Kaniuk, verschiedenen Künstlern und Intellektuellen - mit und ohne Anführungszeichen. Alle leisteten freiwillig Propagandadienste, ohne auf einen Marschbefehl zu warten.

Ich bezweifle, dass der Krieg ohne diese massive Unterstützung der "Links, aber"-Leute solche monströsen Ausmaße angenommen hätte. Sie ermöglichten erst eine so allseitige Zustimmung, die die Proteste des unbeirrbaren Friedenslagers ignorierte. Dieser Konsens riss die Meretz-Partei mit sich, deren Guru Amos Oz ist, und auch Peace Now, in deren Massen-Rallyes Amos Oz der Hauptredner zu sein pflegte (als sie noch fähig war, Massen-Rallyes auf die Beine zu bringen).

Einige Leute behaupten jetzt, dass diese Gruppe wirklich gegen den Krieg war. Nämlich: Einige Tage vor Kriegsende veröffentlichten sie wieder eine gemeinsame Annonce, in der sie diesmal zu einem Ende des Krieges aufriefen. Zur selben Zeit änderten auch Meretz und Peace Now ihren Kurs. Aber keiner entschuldigte sich oder zeigte Reue über seine vorherige Unterstützung des Mordens und der Zerstörung. Ihre neue Position war, dass der Krieg tatsächlich gut war, dass nun aber die Zeit gekommen sei, ihn zu beenden.

[Uri Avnery, Links, aber ..., Freitag, 15. September 2006]

The three writers worded their ad as though they were working in the legal department of the Foreign Ministry: The aggression of Hezbollah "was carried out inside Israeli territory," they emphasized; Israel's reaction "was in accordance with international legitimization of self-defense in the face of the aggression of an enemy country." Also, the Lebanese casualties were addressed as a legal entity - as "many citizens of the enemy country" - and not as human beings, first and foremost. As befits a self-respecting government, the three recognize only Lebanon, not Hezbollah. Hezbollah operates "under the aegis of the Lebanese authorities," they wrote, stating: "The Lebanese people has no right to demand that its sovereignty be recognized if it refuses to take full responsibility for all its citizens and all its territory."

It is not clear how the trio discovered that someone had asked the "Lebanese people" whether it wanted to "take full responsibility" for Hezbollah and when exactly it "refused" to do so. But apparently the writers know a great deal: not only that this war had "reasonable and feasible" goals - but that the latter "have already been achieved." Therefore, "there is no justification for causing additional suffering and bloodshed on both sides for goals that are not possible and are not worth such suffering."

Then came the sort of climax that is only possible in truly great literature: "Israel's determination to defend its borders and its citizens aggressively has in our opinion been made sufficiently clear to the people of Lebanon, and therefore there is no need to further increase our pain and theirs." That is how it has always been: From the earliest days of Zionism, it was necessary to make the situation "clear" to the Arabs, since they, as ignorant natives, do not understand it without having it explained to them. And this time we succeeded. And the situation was indeed made clear. And it was worthwhile. And that definitely justifies using an important conjunctive adverb, like that which concludes the argumentation part of the Declaration of Independence: "therefore."

[Tom Segev, Someone to fight with, Haaretz, 11. August 2006]

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Sonntag, 16. September 2007
Auf arte läuft der gerade French Connection II (1975, Regie: John Frankenheimer)

[Der erste Teil basiert auf Fakten, und die haben ihren Ursprung in der Zusammenarbeit der CIA mit der Mafia gegen die Kommunisten, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Überhaupt: CIA und Drogen - da ist alles da: Nazis (immer nützlich, besonders in Südamerika), die Mafia (gegen die Kommunisten), Vietnam und überhaupt fast ganz Südostasien, die Nationalchinesen (gegen die Kommunisten), die Yakuza (gegen die Kommunisten), Iran-Contra (überhaupt eine sehr tolle Sache), Afghanistan und die Mujahedeen (wer hätte es gedacht, gegen die Kommunisten), Kuba (Kommunisten ...), ...]

A Tangled Web: A History of CIA Complicity in Drug International Trafficking

Institute for Policy Studies

WORLD WAR II

The Office of Strategic Services (OSS) and the Office of Naval Intelligence (ONI), the CIA's parent and sister organizations, cultivate relations with the leaders of the Italian Mafia, recruiting heavily from the New York and Chicago underworlds, whose members, including Charles `Lucky' Luciano, Meyer Lansky, Joe Adonis, and Frank Costello, help the agencies keep in touch with Sicilian Mafia leaders exiled by Italian dictator Benito Mussolini. Domestically, the aim is to prevent sabotage on East Coast ports, while in Italy the goal is to gain intelligence on Sicily prior to the allied invasions and to suppress the burgeoning Italian Communist Party. Imprisoned in New York, Luciano earns a pardon for his wartime service and is deported to Italy, where he proceeds to build his heroin empire, first by diverting supplies from the legal market, before developing connections in Lebanon and Turkey that supply morphine base to labs in Sicily. The OSS and ONI also work closely with Chinese gangsters who control vast supplies of opium, morphine and heroin, helping to establish the third pillar of the post-world War II heroin trade in the Golden Triangle, the border region of Thailand, Burma, Laos and China's Yunnan Province.

1947

In its first year of existence, the CIA continues U.S. intelligence community's anti-communist drive. Agency operatives help the Mafia seize total power in Sicily and it sends money to heroin-smuggling Corsican mobsters in Marseille to assist in their battle with Communist unions for control of the city's docks. By 1951, Luciano and the Corsicans have pooled their resources, giving rise to the notorious `French Connection' which would dominate the world heroin trade until the early 1970s. The CIA also recruits members of organized crime gangs in Japan to help ensure that the country stays in the non-communist world. Several years later, the Japanese Yakuza emerges as a major source of methamphetamine in Hawaii.

1949

Chinese Communist revolution causes collapse of drug empire allied with U.S. intelligence community, but a new one quickly emerges under the command of Nationalist (KMT) General Li Mi, who flees Yunnan into eastern Burma. Seeking to rekindle anticommunist resistance in China, the CIA provides arms, ammunition and other supplies to the KMT. After being repelled from China with heavy losses, the KMT settles down with local population and organizes and expands the opium trade from Burma and Northern Thailand. By 1972, the KMT controls 80 percent of the Golden Triangle's opium trade.

[...]

JUNE 1980

Despite advance knowledge, the CIA fails to halt members of the Bolivian militaries, aide by the Argentine counterparts, from staging the so-called `Cocaine Coup,' according to former DEA agent Michael Levine. In fact, the 25-year DEA veteran maintains the agency actively abetted cocaine trafficking in Bolivia, where government official who sought to combat traffickers faced `torture and death at the hands of CIA-sponsored paramilitary terrorists under the command of fugitive Nazi war criminal (also protected by the CIA) Klaus Barbie.

[...]

[Congressional Record, INTELLIGENCE AUTHORIZATION ACT FOR FISCAL YEAR 1999 (House of Representatives - May 07, 1998), fas.org]

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Freitag, 31. August 2007
Die Welt ist gerecht, das Leben ist schön

Heute zwei Mal Pizzicato Five bei Willkommen Österreich

[Und jede Woche mindestens ein Woody Allen Film im Fernsehen - heute in der Früh zb Interiors]

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Das bin nicht ich. Das ist Bruno Kreisky. Ich für meinen Teil bin 27 Jahre alt und ein kurzsichtiger, leseschwacher, besserwisserischer, aufmerksamkeitsdefizitärer, ungeschickter, linkshändiger, unausdauernder, übergewichtiger, un-unaufgeregter, unkonzentrierter und unangenehmer Schwätzer ohne Führerschein (sowie ohne Ehrgeiz, Handy, Ziel im Leben, Job, eigene Wohnung, …), dafür mit unregelmäßigem Bartwuchs, schlechter Verdauung und dem Wunsch, dem Kapitalismus ein Ende zu bereiten (der Sonnenkönig hängt dort oben wegen seines Gesichtsausdrucks und weil er mein erster und bisher bester Kanzler war). Mein Lebensmotto ist ‹wenn schon, denn schon›, was angesichts meiner Defizite im menschlichen, zwischenmenschlichen und übermenschlichen Bereich niemanden wundert, der mich kennt. Ich tue was ich hier tue schon 2191 Tage. Das letzte Mal hat es hier am 17.08.2010 um 01:07 irgendetwas neues gegeben.
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Ich möchte mich an dieser Stelle ganz aufrichtig bei allen echten Science Fiction Autoren entschuldigen. Sie wissen schon wofür …