im namen des tomatenmarksismus
Dienstag, 12. April 2005
Gute Vorsätze
sind eine schlechte Angewohnheit.
Da es im Moment im Kino nichts sehenswertes spielt, mache ich hier jetzt Werbung für das Filmmuseum, da gibt's im April den zweiten Teil der Film- Noir-Retrospektive, die schon seit Anfang März läuft. Sehenswert.

Da die Zivildienstfront momentan sehr ruhig aussieht schaffe ich es in den nächsten zwei Wochen vielleicht sogar wiedereinmal, etwas für die Uni zu tun. Also Herr F., ich komme wieder! (Das ist eine Drohung. Außerdem denke ich, wir sehen uns demnächst bei Herrn Z...)

Meiner anscheinend irgendwo versteckt existierenden masochistischen Ader den Herrn (Monsieur) Derrida betreffend folgend habe ich mir vor kurzem die "Gesetzeskraft" besorgt, was mich freut, da ich dann demnächst wiedereinmal Grund haben werde, mich über besagten Herrn inkl. seiner C.-Schmitt-Verwurstung lustigzumachen. Wann werden bestimmte Leute endlich aufhören, Schmitt und sein unerwünscht-häßliches Erbe derart locker in die "(post)moderne" Linke zu übernehmen? In Bezug auf Derrida wird sich daran wohl nichts mehr ändern (Voodoopriester vor?), die Hoffnung für die anderen geb' ich aber nicht auf. (Von dem Herrn hab' ich auch was neues.)

solidarische Mahlzeit.

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Ich habe weniger Hoffnung, was Herrn A. angeht
Bei ihm ist, ganz nach Schema Platon, die Politik noch Teil der Metaphysik; das Lager und der Totalitarismus sind ewige Wahrheiten, die sich im Weltenlauf manifestieren. Dementsprechend fällt A.s Behandlung von Aristoteles aus: wenn er ihn heranzieht, dann aus der Metaphysik, aber Aristoteles' Politikbegriff ist ein säkularer; Politik handelt von den "menschlichen Dingen", von dem, was in der Hand des Menschen liegt, zu verändern. A. bemüht sich (zumindest im Homo sacer), reale Vorgänge (hauptsächlich Gesetzestexte, Texte C. Schmitts und Rituale) als Ausdrücke einer verborgenen Realität zu deuten, die einzig mit metaphysischen Begriffen (hauptsächlich symmetrisch bipolaren Entitäten und ihren "Grenzbegriffen") zu fassen sind. Und mit so einem Politikbegriff lässt sich nichts weiterbringen, außer A. hat es, wie Schmitt, darauf abgesehen, durch eine Umgestaltung des Politikbegriffes das Feld, auf dem Politik stattfindet, umzubestimmen und für gewisse Ausgänge zu prädestinieren. Dann müssten wir uns aber einmal darüber unterhalten, was der homo sacer für das praktische politische Handeln bedeutet oder bedeuten kann.

eine solidarische Gute Nacht

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Auf eine Umgestaltung scheint es hinauszulaufen, vom Homo Sacer und der kommenden Gemeinschaft ausgehend. Nur wie diese dann eigentlich aussehen und auf welchem ontologischen Boden sie ruhen soll ohne in absolut wahnwitzigen Transzendentalismus zu verfallen sagt uns A. nicht.
Darauf, daß er genau diesen Punkt aber vielleicht doch noch als zentral erkennt gründet sich meine Hoffnung. Wie das aber mit Hoffnungen so ist handelt es sich um kein Absolutes; sie ist, da stimme ich Dir zu, im Moment sehr klein.

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Wo wir gerade beim Hoffen sind ...
Haben wir ((post)moderne Linke) eigentlich noch andere Hoffnungskandidaten?

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Es gibt immer noch
Badiou, auf den man zählen kann. Und (Popstar) Negri ist mir nach Multitudes auch wieder recht sympathisch.
Vom ersteren kommt übrigens im Herbst endlich mal ein längerer Text mit dem Titel Das Sein und das Ereignis bei diaphanes.

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Ich glaube ich warte lieber auf die Aristotelische Internationale.

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allgemeine mahlzéitfrage
sind die tomaten im marksismus geschält und gehackt oder nur geschält und jamie like mit der gabel zermanscht????

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Es handelt sich um
im gemeinsamen Gemüsebeet gepflanzte und mit einer kleinen Sichel zerhackte Paradeiser, wie das hier so schön heißt.

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